Themen
Chinesische Medizin und die Krankenkasse
Welche Kasse zahlt Akupunktur?
Ein Verfahren dieser Gruppe ist Regelleistung der gesetzlichen Kasse, und zwar mit einer engen Bedingung. Für die übrigen führt das Register keinen belegten Stand – was nicht dasselbe ist wie ein Ausschluss.
Auf einen Blick
Das Register führt zu diesem Thema 54 belegte Erstattungsstände: 30 mit Bedingungen, 24 ausdrücklich ausgeschlossen.
Zur Studienlage führt das Register 104 Evidenzsteckbriefe. Sie sagen, wie gut etwas untersucht ist, und nicht, wer es zahlt.
Ältester Beleg dieser Sicht erhoben am 07.08.2026.
Erstattungs-Check Akupunktur-Fristen
- 6Verfahren, 6 davon mit belegtem Stand
- 54belegte Erstattungsstände
- 104Evidenzsteckbriefe
- 81Fundstellen
Im Register nachschlagen
- Gesetzliche Kasse, Regelleistung
- Gesetzliche Kasse, Satzungsleistung
- Gesetzliche Kasse, Programm für eine bestimmte Gruppe
- mit Bedingungen
- ausdrücklich ausgeschlossen
- Leitlinie
- systematische Übersicht
Was das Register führt
Akupunktur
Laut Register gilt für alle gesetzlichen Kassen: Akupunktur wird unter Bedingungen erstattet. Fundstelle: G-BA, Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Fassung vom 19.03.2026, in Kraft seit 09.04.2026, erhoben am 07.08.2026.
Einen eigenen belegten Stand führen 32 Kassen. Eine davon nennt einen Höchstbetrag als eigene Leistung: 70 € je Kalenderjahr. 2 weitere nennen einen gemeinsamen Topf für mehrere Leistungen, von 40 € bis 100 € je Kalenderjahr. Alle Kassen im Vergleich
Stand 13.09.2026.
| Verfahren | Kostenträger | Stand | Bedingung | Gültigkeit | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Chinesische Arzneimitteltherapie1 | |||||
| Chinesische Arzneimitteltherapie | BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautWir kooperieren mit der renommierten, ersten deutschen TCM-Klinik Bad Kötzting. Unsere Versicherten können sich – unter bestimmten Voraussetzungen – einer stationären Behandlung unterziehen und somit alternative Therapiemethoden nutzen. In der Klinik werden unter anderem die folgenden Therapiemethoden angewendet: Psychotherapie chinesische Arzneimitteltherapie Akupunktur und Moxibustion Tuina Qigong Ernährungsberatung und Diätetik Physiotherapie. Das Behandlungskonzept ist besonders auf psychische Erkrankungen mit im Vordergrund stehenden körperlichen Symptomen ausgerichtet. Ob eine Behandlung in der TCM-Klinik Bad Kötzting für Sie geeignet ist, prüft das Krankenhaus. |
ab06.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 06.09.2026 |
| Moxibustion1 | |||||
| Moxibustion | BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautWir kooperieren mit der renommierten, ersten deutschen TCM-Klinik Bad Kötzting. Unsere Versicherten können sich – unter bestimmten Voraussetzungen – einer stationären Behandlung unterziehen und somit alternative Therapiemethoden nutzen. In der Klinik werden unter anderem die folgenden Therapiemethoden angewendet: Psychotherapie chinesische Arzneimitteltherapie Akupunktur und Moxibustion Tuina Qigong Ernährungsberatung und Diätetik Physiotherapie. Das Behandlungskonzept ist besonders auf psychische Erkrankungen mit im Vordergrund stehenden körperlichen Symptomen ausgerichtet. Ob eine Behandlung in der TCM-Klinik Bad Kötzting für Sie geeignet ist, prüft das Krankenhaus. |
ab06.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 06.09.2026 |
| Qigong12 | |||||
| Qigong | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im Wortlaut(2) Versicherte haben Anspruch auf weitere Heilmittel, wie Feldenkrais, traditionelle chinesische Medizin (Tuina und Krankengymnastik nach Qigong) und Ayurveda (Teilkörpermassagen und Thermotherapien), wenn diese medizinisch notwendig sind, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. … (4) Voraussetzung für den Anspruch nach Absatz 2 ist, dass die Leistung - nicht durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ausgeschlossen ist und - nicht bereits Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung ist. Weitere Voraussetzung ist, dass die Behandlung von einem qualifizierten Leistungserbringer … durchgeführt wird und - eine Zusatzbezeichnung erworben hat, die zur Ausübung des jeweiligen Naturheilverfahrens berechtigt oder - ordentliches Mitglied in einem speziell gegründeten Berufs- oder Fachverband bzw. Verein der Fachrichtung Naturheilkunde oder Physiotherapie … ist. … (5) Die AOK übernimmt die Kosten für Absatz 1 und Absatz 2 für maximal fünf Behandlungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 100 v.H. des Rechnungsbetrages, maximal jedoch 30,00 EUR je Behandlung. Zur Erstattung der Behandlungen sind die Rechnungen vorzulegen. |
ab31.08.2026bis auf Weiteres | |
| Qigong | BKK Herkules (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautDie BKK Herkules übernimmt 200 € im Jahr, für ärztlich verordnete Tuina-Behandlungen oder QiGong-Therapien der TCM. Voraussetzung ist, dass die Behandlung durch einen zur qualitätsgesicherten Leistungserbringung in den Naturheilverfahren berechtigten Vertragsarzt erfolgen muss. Gleichermaßen wird auch die ärztlich verordnete Behandlung bei einem Physiotherapeuten erstattet, sofern dieser entsprechende Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. So müssen Leistungserbringer entweder eine abgeschlossene Fortoder-Ausbildung in der traditionellen chinesischen Medizin absolviert haben, ordentliches Mitglied eines Berufsverbandes für Naturheilverfahren sein oder zumindest aufgrund einer abgeschlossenen Ausbildung eine Berechtigung zum Beitritt in einem Verband für Naturheilverfahren haben. Bitte reichen Sie uns Ihre spezifizierten Rechnungen oder Verordnungen ein, um die Erstattung zu erhalten. |
ab02.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 02.09.2026 |
| Qigong | DAK-Gesundheit (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautAls Ihre Krankenkasse übernehmen wir einen Teil der Kosten für Tai-Chi- und Qigong-Kurse. … Der Tai-Chi- oder Qigong-Kurs muss von der Zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert sein. Suchen Sie einfach in unserer Präventionskurssuche nach einem passenden Angebot. Mindestens 80 Prozent der Kurstermine müssen von Ihnen wahrgenommen sein. Wir unterstützen jährlich maximal zwei Gesundheitskurse aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Ernährung oder Suchtentwöhnung. … Was brauche ich für den Zuschuss? Teilnahmebescheinigung des Kurses Quittung Wir übernehmen für Erwachsene 80 Prozent der Kosten. Sind Sie von einer Zuzahlung befreit, erhalten Sie 90 Prozent zurück. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erstatten wir 100 Prozent. Wichtig: Der maximale Zuschuss beträgt in allen Fällen 75 Euro pro Kurs oder Maßnahme. … Wir können Ihnen zwei Mal im Kalenderjahr einen Zuschuss zu Präventionskursen zahlen, die von der Zentrale Prüfstelle Prävention zertifiziert sind. Dafür reichen Sie uns eine Teilnahmebescheinigung ein. |
ab29.08.2026bis auf Weiteres | |
| Qigong | energie-bkk (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautFolgende Kursbausteine werden angeboten: Autogenes Training Wirbelsäulengymnastik Richtige Ernährung Präventive Rückenschule Progressive Muskelentspannung Tai-Chi Nordic-Walking Aqua-Training Yoga Pilates Qi Gong Inhalte der Kurse: Natürlich sind praktische Übungen Hauptbestandteil der intensiven Kurse unter fachlicher Leitung. Nach Abschluss der Kurse werden Sie in der Lage sein, das Gelernte selbstständig weiterzuführen. Die Gesundheitskurse sollen „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten und den Anreiz für das eigene Wohlbefinden aktivieren. Was ist Ihnen Ihre Gesundheit wert? Wenn Sie an den Kursen teilnehmen möchten, ist keine ärztliche Verordnung notwendig. Unser Leistungsangebot beinhaltet 3 Übernachtungen in einer der ausgewählten Einrichtungen inklusive Halb- bzw. Vollpension. Eine Verlängerung des Aufenthaltes auf eigene Kosten ist grundsätzlich möglich. Wir bezuschussen das Programm zur Gesundheitsförderung einmal im Kalenderjahr (unter Anrechnung von wohnortnahen Präventionskursen, der Aktivwoche und des Well-Aktiv-Programms) mit bis zu 200 Euro für Erwachsene bzw. 150 Euro für Kinder ab sechs Jahren. Die Teilnahme an dem Programm ist unter Berücksichtigung unseres Zuschusses somit schon ab einem Eigenanteil von nur 49 Euro je Versicherten möglich. |
ab29.08.2026bis auf Weiteres | |
| Qigong | Heimat Krankenkasse (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautGemeinsam mit unserem Kooperationspartner Gesundheitskurs.de bieten wir Ihnen zertifizierte Qi Gong Online-Kurse an. Die Präventionskurse erfüllen die gesetzlichen Qualitätsanforderungen und werden von qualifizierten Kursleitungen begleitet. … Unsere Online-Gesundheitskurse sind nach § 20 SGB V zertifiziert. Das heißt wir übernehmen die Kursgebühren zu 100 Prozent im Rahmen unseres Präventionsbudgets. Mit dem Präventionsbudget erhalten Sie bis zu 200 Euro pro Kalenderjahr für ausgewählte Gesundheitsangebote. Das Budget können Sie flexibel für bis zu zwei Präventionsmaßnahmen einsetzen. Neben (Online-)Gesundheitskursen gehören dazu auch die Programme Aktivwoche und Auszeit. … Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Diese senden Sie uns einfach zu – besonders bequem über unsere ServiceApp. |
ab29.08.2026bis auf Weiteres | erhoben am 29.08.2026 |
| Qigong | HEK (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautWeitere Heilmittel im Rahmen von Naturheilverfahren Für ärztlich verordnete weitere Heilmittel im Rahmen von Naturheilverfahren werden die Kosten in Höhe von jeweils 70 vom Hundert, maximal 100 Euro jährlich, erstattet. Weitere Heilmittel im Rahmen von Naturheilverfahren sind: - Ayurveda (Teilkörpermassagen und Thermotherapien) - Feldenkrais - Shiatsu - Traditionelle chinesische Medizin (Tuina und Krankengymnastik nach Qigong). Der Anspruch setzt voraus, dass die Leistung durch einen zur qualitätsgesicherten Leistungserbringung in den Naturheilverfahren Ayurveda, Feldenkrais, Shiatsu oder traditionelle chinesische Medizin berechtigten Vertragsarzt oder auf ärztlicher Verordnung durch einen Physiotherapeuten, der die Zulassungsvoraussetzungen im Sinne des § 124 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) erfüllt, oder im Sinne des 13 Absatz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) berechtigten Arzt oder Physiotherapeuten erbracht wird. Zur Erstattung sind spezifizierte Rechnungen und Verordnungen einzureichen. |
ab30.08.2026bis auf Weiteres | erhoben am 30.08.2026 |
| Qigong | mkk – meine krankenkasse (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautQi Gong ist eine jahrtausendealte chinesische Heilmethode, die die Lebenskraft stärkt und die Selbstheilungskräfte fördert. In unseren Breitengraden nutzt man Qi Gong als Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform. Mit Die Vorturner kannst du die Kurse Duft Qi Gong - mehr Lebenskraft, Die fünfzehn Ausdrucksformen oder Die acht Brokate belegen. Deine Vorteile Einfach von zu Hause, unterwegs oder wo immer du gerade bist teilnehmen Zertifizierte Gesundheitskurse mit geprüfter Qualität Volle Kostenübernahme, wenn du 100 Prozent am Kurs teilgenommen hast. Diese Zusatzleistung ist Teil unseres Gesundheitskontos. Mit dem Paket Active+ kannst du bis zu 400 Euro für besondere Präventionsangebote erstattet bekommen. Du kannst zwei Kursteilnahmen pro Kalenderjahr abrechnen. |
ab30.08.2026bis auf Weiteres | erhoben am 30.08.2026 |
| Qigong | novitas bkk (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im Wortlaut12. Alternative Heilmittel Versicherte können bei Vorlage der ärztlichen Verordnung folgende alternative Heilmittel in Anspruch nehmen, sofern die Behandlung medizinisch geeignet ist, um eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern, auf ärztliche Verordnung eines an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmenden oder nach § 13 Absatz (4) SGB V berechtigten Arztes oder Ärztin erbracht wird und diese nicht durch den Gemeinsamen Bundesausschuss ausgeschlossen wurde: a. Heileurythmie, medizinische Bäder und Teilkörpermassagen im Rahmen der anthroposophischen Medizin, b. Teilkörpermassagen und Thermotherapien nach Ayurveda, c. Feldenkrais, d. Shiatsu, e. Tuina und Krankengymnastik nach Qigong im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin. |
ab06.09.2026bis auf Weiteres | |
| Qigong | pronova BKK (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautHast du dich für ein Angebot entschieden, sparst du mit uns viel Geld: Wir übernehmen den Großteil der Kosten (80 %, max. 150 € pro Jahr) für bis zu 2 Gesundheitskurse. Wähle einfach eine qualifizierte Anbieterin bzw. einen qualifizierten Anbieter und nimm regelmäßig – z. B. an mindestens 8 von 10 Terminen – teil. … Unsere Präventionsdatenbank zeigt dir, für welche Kurse du einen Zuschuss von uns bekommst. Wir haben jede Menge Angebote für dich auf Lager: Hatha Yoga, Qigong und Tai-Chi für körperliche Fitness und Entspannung im Kopf. … Wichtig für dich zu wissen: Unser Zuschuss an den Anbietenden der Gesundheitsreise zahlt auf dein persönliches Präventionsbudget ein. |
ab29.08.2026bis auf Weiteres | erhoben am 29.08.2026 |
| Qigong | vivida bkk (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautIhre vivida bkk unterstützt Sie bei zwei Gesundheitskursen pro Jahr. Bei der Auswahl eines Kurses aus der bundensweiten Gesundheitskursdatenbank garantieren wir Ihnen eine Kostenbeteiligung in Höhe von 80 % der Kurskosten – maximal 150 Euro pro Kurs. Für Online-Gesundheitskurse unserer Kooperationspartnern übernehmen wir sogar 100 % der Kurskosten, bis ebenfalls maximal 150 Euro pro Kurs. Das bedeutet für Sie: Bei uns profitieren Sie jährlich von bis zu 300 Euro (2 x 150 Euro) für Gesundheitskurse. |
ab29.08.2026bis auf Weiteres | |
| Qigong | ZF BKK (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Zuschuss erhalten: Wir erstatten Ihnen bis zu 200 € jährlich für zwei zertifizierte Gesundheitskurse oder eine Gesundheitsreise | ab29.08.2026bis auf Weiteres | erhoben am 29.08.2026 Quelle |
| Qigong | BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautWir kooperieren mit der renommierten, ersten deutschen TCM-Klinik Bad Kötzting. Unsere Versicherten können sich – unter bestimmten Voraussetzungen – einer stationären Behandlung unterziehen und somit alternative Therapiemethoden nutzen. In der Klinik werden unter anderem die folgenden Therapiemethoden angewendet: Psychotherapie chinesische Arzneimitteltherapie Akupunktur und Moxibustion Tuina Qigong Ernährungsberatung und Diätetik Physiotherapie. Das Behandlungskonzept ist besonders auf psychische Erkrankungen mit im Vordergrund stehenden körperlichen Symptomen ausgerichtet. Ob eine Behandlung in der TCM-Klinik Bad Kötzting für Sie geeignet ist, prüft das Krankenhaus. |
ab07.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 07.09.2026 |
| Tai Chi2 | |||||
| Tai Chi | DAK-Gesundheit (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautAls Ihre Krankenkasse übernehmen wir einen Teil der Kosten für Tai-Chi- und Qigong-Kurse. … Der Tai-Chi- oder Qigong-Kurs muss von der Zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert sein. Suchen Sie einfach in unserer Präventionskurssuche nach einem passenden Angebot. Mindestens 80 Prozent der Kurstermine müssen von Ihnen wahrgenommen sein. Wir unterstützen jährlich maximal zwei Gesundheitskurse aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Ernährung oder Suchtentwöhnung. … Was brauche ich für den Zuschuss? Teilnahmebescheinigung des Kurses Quittung Wir übernehmen für Erwachsene 80 Prozent der Kosten. Sind Sie von einer Zuzahlung befreit, erhalten Sie 90 Prozent zurück. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erstatten wir 100 Prozent. Wichtig: Der maximale Zuschuss beträgt in allen Fällen 75 Euro pro Kurs oder Maßnahme. … Wir können Ihnen zwei Mal im Kalenderjahr einen Zuschuss zu Präventionskursen zahlen, die von der Zentrale Prüfstelle Prävention zertifiziert sind. Dafür reichen Sie uns eine Teilnahmebescheinigung ein. |
ab13.09.2026bis auf Weiteres | |
| Tai Chi | pronova BKK (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautHast du dich für ein Angebot entschieden, sparst du mit uns viel Geld: Wir übernehmen den Großteil der Kosten (80 %, max. 150 € pro Jahr) für bis zu 2 Gesundheitskurse. Wähle einfach eine qualifizierte Anbieterin bzw. einen qualifizierten Anbieter und nimm regelmäßig – z. B. an mindestens 8 von 10 Terminen – teil. … Unsere Präventionsdatenbank zeigt dir, für welche Kurse du einen Zuschuss von uns bekommst. Wir haben jede Menge Angebote für dich auf Lager: Hatha Yoga, Qigong und Tai-Chi für körperliche Fitness und Entspannung im Kopf. … Wichtig für dich zu wissen: Unser Zuschuss an den Anbietenden der Gesundheitsreise zahlt auf dein persönliches Präventionsbudget ein. |
ab13.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 13.09.2026 |
| Tuina5 | |||||
| Tuina | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im Wortlaut(2) Versicherte haben Anspruch auf weitere Heilmittel, wie Feldenkrais, traditionelle chinesische Medizin (Tuina und Krankengymnastik nach Qigong) und Ayurveda (Teilkörpermassagen und Thermotherapien), wenn diese medizinisch notwendig sind, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. … (4) Voraussetzung für den Anspruch nach Absatz 2 ist, dass die Leistung - nicht durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ausgeschlossen ist und - nicht bereits Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung ist. Weitere Voraussetzung ist, dass die Behandlung von einem qualifizierten Leistungserbringer … durchgeführt wird und - eine Zusatzbezeichnung erworben hat, die zur Ausübung des jeweiligen Naturheilverfahrens berechtigt oder - ordentliches Mitglied in einem speziell gegründeten Berufs- oder Fachverband bzw. Verein der Fachrichtung Naturheilkunde oder Physiotherapie … ist. … (5) Die AOK übernimmt die Kosten für Absatz 1 und Absatz 2 für maximal fünf Behandlungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 100 v.H. des Rechnungsbetrages, maximal jedoch 30,00 EUR je Behandlung. Zur Erstattung der Behandlungen sind die Rechnungen vorzulegen. |
ab31.08.2026bis auf Weiteres | |
| Tuina | BKK Herkules (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautDie BKK Herkules übernimmt 200 € im Jahr, für ärztlich verordnete Tuina-Behandlungen oder QiGong-Therapien der TCM. Voraussetzung ist, dass die Behandlung durch einen zur qualitätsgesicherten Leistungserbringung in den Naturheilverfahren berechtigten Vertragsarzt erfolgen muss. Gleichermaßen wird auch die ärztlich verordnete Behandlung bei einem Physiotherapeuten erstattet, sofern dieser entsprechende Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. So müssen Leistungserbringer entweder eine abgeschlossene Fortoder-Ausbildung in der traditionellen chinesischen Medizin absolviert haben, ordentliches Mitglied eines Berufsverbandes für Naturheilverfahren sein oder zumindest aufgrund einer abgeschlossenen Ausbildung eine Berechtigung zum Beitritt in einem Verband für Naturheilverfahren haben. Bitte reichen Sie uns Ihre spezifizierten Rechnungen oder Verordnungen ein, um die Erstattung zu erhalten. |
ab02.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 02.09.2026 |
| Tuina | HEK (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautWeitere Heilmittel im Rahmen von Naturheilverfahren Für ärztlich verordnete weitere Heilmittel im Rahmen von Naturheilverfahren werden die Kosten in Höhe von jeweils 70 vom Hundert, maximal 100 Euro jährlich, erstattet. Weitere Heilmittel im Rahmen von Naturheilverfahren sind: - Ayurveda (Teilkörpermassagen und Thermotherapien) - Feldenkrais - Shiatsu - Traditionelle chinesische Medizin (Tuina und Krankengymnastik nach Qigong). Der Anspruch setzt voraus, dass die Leistung durch einen zur qualitätsgesicherten Leistungserbringung in den Naturheilverfahren Ayurveda, Feldenkrais, Shiatsu oder traditionelle chinesische Medizin berechtigten Vertragsarzt oder auf ärztlicher Verordnung durch einen Physiotherapeuten, der die Zulassungsvoraussetzungen im Sinne des § 124 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) erfüllt, oder im Sinne des 13 Absatz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) berechtigten Arzt oder Physiotherapeuten erbracht wird. Zur Erstattung sind spezifizierte Rechnungen und Verordnungen einzureichen. |
ab30.08.2026bis auf Weiteres | erhoben am 30.08.2026 |
| Tuina | novitas bkk (Satzungsleistung) | mit Bedingungen | Bedingung im Wortlaut12. Alternative Heilmittel Versicherte können bei Vorlage der ärztlichen Verordnung folgende alternative Heilmittel in Anspruch nehmen, sofern die Behandlung medizinisch geeignet ist, um eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern, auf ärztliche Verordnung eines an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmenden oder nach § 13 Absatz (4) SGB V berechtigten Arztes oder Ärztin erbracht wird und diese nicht durch den Gemeinsamen Bundesausschuss ausgeschlossen wurde: a. Heileurythmie, medizinische Bäder und Teilkörpermassagen im Rahmen der anthroposophischen Medizin, b. Teilkörpermassagen und Thermotherapien nach Ayurveda, c. Feldenkrais, d. Shiatsu, e. Tuina und Krankengymnastik nach Qigong im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin. |
ab06.09.2026bis auf Weiteres | |
| Tuina | BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe) | mit Bedingungen | Bedingung im WortlautWir kooperieren mit der renommierten, ersten deutschen TCM-Klinik Bad Kötzting. Unsere Versicherten können sich – unter bestimmten Voraussetzungen – einer stationären Behandlung unterziehen und somit alternative Therapiemethoden nutzen. In der Klinik werden unter anderem die folgenden Therapiemethoden angewendet: Psychotherapie chinesische Arzneimitteltherapie Akupunktur und Moxibustion Tuina Qigong Ernährungsberatung und Diätetik Physiotherapie. Das Behandlungskonzept ist besonders auf psychische Erkrankungen mit im Vordergrund stehenden körperlichen Symptomen ausgerichtet. Ob eine Behandlung in der TCM-Klinik Bad Kötzting für Sie geeignet ist, prüft das Krankenhaus. |
ab06.09.2026bis auf Weiteres | erhoben am 06.09.2026 |
Studienlage
Akupunktur: Akute nicht-spezifische Nackenschmerzen
Leitlinie
Empfehlung 26 der Leitlinie lautet: „Akupunktur sollte zur Behandlung akuter nicht-spezifischer Nackenschmerzen nicht eingesetzt werden.“ Als Grundlage ist Expertenkonsens ausgewiesen, die Konsensstärke beträgt 100 Prozent. Zur Begründung hält die Leitlinie fest: „Die Studienlage zur Akupunktur zur Behandlung von nicht-spezifischen Nackenschmerzen ist unzureichend.“ Die Leitlinie codiert ihre Empfehlungsstärke über die Formulierung: „Soll/Soll nicht“ ist Grad A, „Sollte/Sollte nicht“ Grad B, „Kann erwogen/verzichtet werden“ Grad 0.
Quelle
S3-Leitlinie „Nicht-spezifische Nackenschmerzen“, Langfassung, Version 3.0, Stand 16.01.2025, AWMF-Registernummer 053-007, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Gültig bis 17.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/053-007l_S3_Nackenschmerzen_2025-08.pdf (erhoben am 07.09.2026)
Akupunktur: Angst bei Brustkrebspatientinnen nach Chemotherapie oder unter Aromataseinhibitoren
Leitlinie
Empfehlung 4.17 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus 3 RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Reduzierung der Angst bei Brustkrebspatientinnen nach Abschluss von Chemotherapie oder unter Therapie mit Aromataseinhibitoren vor. Akupunktur kann zur Reduktion der Angst bei diesen Patientinnen erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Asthma bronchiale, Akupunktur zur Asthmakontrolle
Leitlinie
Statement S11 der Leitlinie lautet: „Akupunktur besitzt keinen nachgewiesenen Effekt auf die Asthmakontrolle. Manuelle Therapie einschließlich Massagen, Spinalmanipulationen und physisches Belastungstraining verbessern die Lungenfunktion nicht.“ Einen Empfehlungsgrad oder eine Konsensstärke nennt die Langfassung bei ihren nummerierten Empfehlungen (E) und Statements (S) nicht; zur NVL Asthma heißt es in der Einleitung: „bezüglich der Evidenztabellen und Evidenzgrade wird daher auf diese Leitlinie verwiesen“. Im Hintergrundtext zu komplementärmedizinischen Therapieansätzen heißt es: „Derzeit gibt es keine Empfehlung, die Akupunktur zur Asthmakontrolle einzusetzen.“
Quelle
S2k-Leitlinie „Fachärztliche Diagnostik und Therapie von Asthma“, Langfassung, Version 3.1, Stand 01.03.2023, AWMF-Registernummer 020-009, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP). Gültig bis 29.02.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/020-009l_S2k_Fachaerztliche-Diagnostik-Therapie-von-Asthma_2023-07.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Asthma bronchiale, Behandlung mit Akupunktur
Leitlinie
Empfehlung 12-2 der Leitlinie lautet: „Akupunktur, Homöopathie und Hypnose sollen zur Behandlung des Asthmas nicht empfohlen werden.“ Sie ist mit „12-2 | e | bestätigt 2024“ gekennzeichnet; das e bedeutet nach dem Methodenteil, dass die Empfehlung „auf der kritischen Bewertung der Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche beruht“. Die Formulierung „soll nicht“ steht nach Tabelle 1 für eine „Starke Negativ-Empfehlung“ mit dem Empfehlungsgrad A. Im Abschnitt „Rationale“ heißt es: „Die Leitliniengruppe schätzt die Aussagesicherheit der identifizierten Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit von Akupunktur, Homöopathie und Hypnose insgesamt als sehr niedrig und teilweise auch widersprüchlich ein. Da sie zudem ein Schadenspotenzial darin sieht, dass die Adhärenz zu einer leitliniengerechten Therapie beziehungsweise die Arzneimitteltherapie durch die Einnahme zusätzlicher Substanzen beeinträchtigt werden kann, spricht sie eine starke Negativempfehlung aus.“
Quelle
S3-Leitlinie „Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma“, Langfassung, Version 5.0, Stand 23.08.2024, AWMF-Registernummer nvl-002, herausgegeben von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und AWMF. Gültig bis 14.08.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-002l_S3_Asthma_2024-08.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Atopische Dermatitis (Neurodermitis, atopisches Ekzem)
Leitlinie
Die Empfehlung in Kapitel 5.5 der Leitlinie lautet: „Akupunktur soll nicht zur Therapie bei AD eingesetzt werden.“ (14 von 17 Stimmen.) Die Empfehlung ist konsensbasiert (Zustimmung über 75 Prozent) und trägt den stärksten Negativgrad der Leitlinie. Sie steht im Abschnitt 5.5 Komplementärmedizin, der ausser den hier genannten auch die autologe Serumtherapie behandelt. Die Leitlinie führt daneben einen systematischen Review mit acht randomisierten Studien auf, in dem die Akupunktur der konventionellen Therapie überlegen war, und stuft dessen Ergebnisse selbst als niedrig ein: „Wegen des hohen Bias-Risikos, zu geringer Stichprobengröße und indirekter Aussagekraft (die Studien hatten Patient:innen mit chronischem Ekzem, nicht explizit AD, eingeschlossen) wurde die Evidenz aller Ergebnisse als niedrig eingestuft.“
Quelle
S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis (AD) [Neurodermitis; atopisches Ekzem]“, Langfassung, Version 4.7, Stand der Leitlinie 16.06.2023, Stand der redaktionell überarbeiteten Fassung 29.06.2026, AWMF-Registernummer 013-027, Deutsche Dermatologische Gesellschaft. Gültig bis 15.06.2028 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-027l_S3_Atopische-Dermatitis-AD-Neurodermitis-atopisches-Ekzem_2026-08_1.pdf (erhoben am 07.09.2026)
Akupunktur: Behandlung des akuten Migräneanfalls
Leitlinie
Der Abschnitt der Leitlinie „Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick“ hält unter „Nicht medikamentöse Therapie der Migräneattacke“ fest: „Es liegen Hinweise auf eine Wirkung der Akupunktur bei der Behandlung des akuten Migräneanfalls vor, jedoch lässt die Qualität der vorliegenden Studien keine eindeutigen Empfehlungen zu.“ Die Leitlinie ist eine S1-Leitlinie und weist weder Empfehlungs- noch Evidenzgrade aus.
Quelle
S1-Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“, Langfassung, Stand November 2025, AWMF-Registernummer 030-057, Deutsche Gesellschaft für Neurologie und Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Gültig bis 07.08.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-057l_S1_Therapie-der-Migraeneattacke-Prophylaxe-der-Migraene_2025-11.pdf (erhoben am 06.09.2026)
Akupunktur: Behandlung des postoperativen Delirs bei chirurgischen Patientinnen und Patienten, transkutane elektrische Akupunkturpunkt-Stimulation (TEAS)
Leitlinie
Empfehlung 5.12 der Leitlinie (neu 2025, Empfehlungsgrad A ⇓⇓) lautet: „Wir empfehlen transkutane elektrische Akupunktur-Punkt-Stimulation nicht zur Therapie des postoperativen Delirs bei chirurgischen Patient:innen einzusetzen.“ (Konsensstärke: starker Konsens, 100%(14/14)). Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz nach GRADE für eine gesenkte Delirdauer ist mit sehr niedrig angegeben. Die Leitlinie nennt aus einer Metaanalyse für eine kleine Untergruppe (14 Personen in der Verum- und 41 in der Kontrollgruppe aus vier chinesischen Originalstudien) eine signifikante Verkürzung der Delirdauer um einen Tag und schreibt dazu: „Die Aussagekraft dieses Ergebnisses ist nicht nur wegen der geringen Patientenzahlen, sondern auch aus verschiedenen methodischen Gründen (u. a. fehlende Verblindung) limitiert, worauf die Autoren auch selbst deutlich hinweisen.“ Hinzu komme, dass die erforderliche Technik und das nötige Wissen nicht in der Standardversorgung vorhanden seien und in der Regel nur schwer erlangt werden könnten. Im Hintergrundtext heißt es außerdem: „Da es sich bei der Akupunktur-Punkt- Stimulation um ein risikoarmes Verfahren handelt, erscheint es grundsätzlich sinnvoll, ihren möglichen Stellenwert bei der Prävention und Therapie des Delirs durch weitere Studien, möglichst auch in westlichen Settings, zu untersuchen.“
Quelle
S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“, Langfassung, Version 1.1, Stand 30.04.2025, AWMF-Registernummer 109-001, Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) mit weiteren Fachgesellschaften. Gültig bis 29.04.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/109-001l_S3_Delir-im-hoeheren-Lebensalter_2026-01-1.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Cancer Related Fatigue bei onkologischen Patienten
Leitlinie
Empfehlung 4.9 der Leitlinie lautet: „Es liegen Ergebnisse aus zwei Metaanalysen über 6 und 5 RCTs und drei weiteren RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Senkung der Cancer Related Fatigue bei onkologischen Patienten vor. Akupunktur kann zur Senkung der Cancer Related Fatigue bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Chemotherapie-induzierte periphere neuropathische Schmerzen
Leitlinie
Empfehlung 4.8 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einer Metaanalyse und zwei RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur bei Chemotherapie-induzierten peripheren neuropathischen Schmerzen vor. Akupunktur kann bei diesen Beschwerden erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Chronische Obstipation bei Parkinson-Krankheit
Leitlinie
Nach der Empfehlung zu Fragestellung 101 der Leitlinie sollen zur Therapie einer Obstipation bei Parkinson-Pat. die allgemeinen Therapieempfehlungen der AWMF-Leitlinie Chronische Obstipation herangezogen werden. In der dort aufgeführten Auswahl steht: „Nicht medikamentöse Therapieempfehlungen umfassen Biofeedback und Beckenbodentraining sowie Akupunkturverfahren (Akupunktur, Akupressur, Moxibustion, Elektro-Akupunktur), die bei chronischer Obstipation eingesetzt werden können.“ (Konsensstärke: 100%, starker Konsens). Die Leitlinie übernimmt damit die Empfehlungen der AWMF-Leitlinie Chronische Obstipation; eigene Studien zur Akupunktur bei Parkinson-Krankheit beschreibt sie nicht.
Quelle
S2k-Leitlinie „Parkinson-Krankheit“, Langfassung, Version 8.1, Stand 25.10.2023, AWMF-Registernummer 030-010, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter Mitwirkung der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen. Gültig bis 24.10.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-010l_Parkinson_Krankheit_2023-11_1.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Chronische Obstipation, Akupunkturverfahren einschließlich Ohr- und Elektroakupunktur
Leitlinie
Empfehlung 11–1 der Leitlinie lautet: „Akupunkturverfahren (Akupunktur, Akupressur, Moxibustion, Ohrakupunktur, Elektro-Akupunktur) können bei chronischer Obstipation eingesetzt werden.“ Ausgewiesen sind „Empfehlung offen“ und „Starker Konsens“; nach den Tabellen 2 und 3 der Leitlinie ist das die Kann-Stufe bei mehr als 95 Prozent Zustimmung. Besprochen wird unter anderem eine in China durchgeführte, nach dem Kommentar „groß angelegte, hervorragend dokumentierte Studie“: „N = 1075 Patienten wurden mit E-Akupunktur oder Sham-E-Akupunktur über 8 Wochen behandelt und 22 Wochen beobachtet.“ Ihr Ergebnis: „Resultat war der Anstieg der CSBMs in den Wochen 1–8 um 1.76 (95 % CI, 1.61–1.89) in der E-Akupunktur Gruppe, 0.87 (CI, 0.73–0.97) in der Sham-E Gruppe (Gruppenunterschied, 0.90 [CI, 0.74–1.10]; P < 0.001).“ Zu zwei Metaanalysen aus dem Update-Zeitraum schreibt der Kommentar, sie bestätigten die zuvor dargestellten Studienergebnisse, „obgleich die Problematik mit rein chinesischen, in China publizierten Studien nicht von der Hand zu weisen ist.“
Quelle
S2k-Leitlinie „Chronische Obstipation“, Langfassung (Aktualisierte S2k-Leitlinie chronische Obstipation, Z Gastroenterol 2022; 60: 1528–1572), Version 2.0, Stand 31.10.2021, AWMF-Registernummer 021-019, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität. Gültig bis 30.10.2026 (in Überarbeitung). Empfehlungen 4–2A bis 4–2C, 5–1, 5–3A, 7–2, 11–1 und 11–4, Statements 5–2 und 11–2. https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-019l_S2k_Chronische_Obstipation_2022-11.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Chronische Schmerzen bei Arthrose peripherer Gelenke, darunter Gonarthrose
systematische Übersicht
16 Studien mit 3498 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren berichten, scheinkontrollierte Studien zeigten statistisch signifikante Vorteile; diese seien jedoch klein, erreichten die vorab festgelegte Schwelle klinischer Bedeutsamkeit nicht und beruhten wahrscheinlich zumindest teilweise auf Placeboeffekten durch unvollständige Verblindung. Studien mit Warteliste als Vergleich legten statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Vorteile nahe, von denen vieles auf Erwartungs- oder Placeboeffekten beruhen könne.
Quelle
Cochrane Review CD001977.pub2, Acupuncture for peripheral joint osteoarthritis, 20.01.2010 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20091527/ (erhoben am 07.08.2026)
Akupunktur: Chronische nicht-spezifische Nackenschmerzen
Leitlinie
Empfehlung 27 der Leitlinie lautet: „Akupunktur kann zur Behandlung chronischer nicht-spezifischer Nackenschmerzen in Kombination mit aktivierenden Maßnahmen eingesetzt werden.“ Ausgewiesen sind Evidenzgrad 1 und eine Konsensstärke von 89 Prozent. Die Leitlinie schreibt dazu: „Für eine Positivempfehlung fehlt aus Sicht der Autor*innen dieser Leitlinie die Evidenzbasis. Bei unzureichendem Erfolg oder Kontraindikationen für andere Therapien sehen die Autor*innen dieser Leitlinie für Akupunktur in Kombination mit aktivierenden Maßnahmen einen Stellenwert.“ Die Leitlinie codiert ihre Empfehlungsstärke über die Formulierung: „Soll/Soll nicht“ ist Grad A, „Sollte/Sollte nicht“ Grad B, „Kann erwogen/verzichtet werden“ Grad 0.
Quelle
S3-Leitlinie „Nicht-spezifische Nackenschmerzen“, Langfassung, Version 3.0, Stand 16.01.2025, AWMF-Registernummer 053-007, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Gültig bis 17.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/053-007l_S3_Nackenschmerzen_2025-08.pdf (erhoben am 07.09.2026)
Akupunktur: Chronischer Pruritus, Akupunktur im Einzelfall
Leitlinie
Empfehlung 20 der Leitlinie lautet: „Die Anwendung weiterer physikalischer Verfahren wie die Anwendung von Wärme/Hitze, Lasertherapie, extrakorporaler Stoßwellentherapie, Kaltplasma und Akupunktur, transkutane elektrische Nervenstimulation kann im Einzelfall je nach klinischer Indikation erwogen werden.“ Sie ist als „Empfehlung (modifiziert 2026)“ gekennzeichnet und wurde mit „Starker Konsens“ und „19/19 (100%)“ verabschiedet. Für das Symbol in der Spalte „Stärke“ enthält Tabelle 24, die Wortwahl und Symbolik der Empfehlungsstärken erklärt, keine eigene Zeile; die Empfehlung ist mit „kann im Einzelfall je nach klinischer Indikation erwogen werden“ formuliert. Zur Evidenz schreibt der Methodenteil dieser S2k-Leitlinie: „Entsprechend der gewählten Entwicklungsstufe erfolgte keine systematische Bewertung der Qualität der Evidenz.“ Im Hintergrundtext heißt es, die Akupunktur habe nach mehreren systematischen Reviews und Metaanalysen bei nephrogenem Pruritus, atopischer Dermatitis und histaminbedingtem Pruritus „eine gewisse antipruritische Wirksamkeit“, die Datenlage sei aber heterogen; weiter: „Insgesamt ist die Evidenzlage nicht ausreichend, um Akupunktur als Pruritus-Therapie empfehlen zu können. Bezogen auf die atopische Dermatitis wird sowohl in der EuroGuiDerm als auch der AWMF S3-Leitlinie mangels Evidenz von Akupunktur abgeraten“.
Quelle
S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des chronischen Pruritus“, Langfassung, Version 7.0, Stand 24.06.2026, AWMF-Registernummer 013-048, Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG). Gültig bis 23.06.2031. https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-048l_S2k_Diagnostik-Therapie-chronischer-Pruritus_2026-09_01.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Chronischer Unterbauchschmerz der Frau
Leitlinie
Kapitel 8.6.3 der Leitlinie ist der Akupunktur gewidmet und beginnt mit der Einschränkung: „Nur wenige Studien erfüllen aktuell die methodisch erforderlichen Kriterien für eine mögliche Bewertung der Wirksamkeit von Akupunktur“. Zur vorhandenen Evidenz: „Eine Metaanalyse aus 2018 zu Akupunktur bei chronischem Unterbauchschmerz analysiert vier Studien fraglicher Methodik und kommt zum Schluss, dass Akupunktur zusätzlich zur Standardversorgung möglicherweise wirksam ist“. Das Statement der Leitlinie zieht daraus keine Wirksamkeitsaussage: „Die eingeschränkte Datenlage lässt keine Bewertung der Effekte der Akupunktur hinsichtlich der Therapie chronischer Unterbauchschmerzen zu. Aufgrund positiver Daten bei anderen chronischen Schmerzsyndromen kann der Einsatz erwogen werden“, angenommen mit 16 von 18 Stimmen.
Quelle
S2k-Leitlinie „Chronischer Unterbauchschmerz der Frau“, Langfassung, Version 07.04.2023, Stand 30.11.2022, AWMF-Registernummer 016-001, Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Gültig bis 29.11.2027 (in Überarbeitung). Abschnitt 8.6 „Komplementäre Verfahren“ mit 8.6.1, 8.6.3, 8.6.5 und 8.6.7. https://register.awmf.org/assets/guidelines/016-001l_S2k_Chronischer_Unterbauchschmerz_Frau_2023-04.pdf (erhoben am 08.09.2026)
Akupunktur: Chronischer unspezifischer Kreuzschmerz
systematische Übersicht
33 Studien mit 8270 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, Akupunktur spiele unmittelbar nach der Behandlung gegenüber einer Scheinbehandlung möglicherweise keine klinisch bedeutsame Rolle bei der Schmerzlinderung und kurzfristig bei der Verbesserung der Lebensqualität, und sie verbessere die Rückenfunktion im Vergleich zur Scheinbehandlung unmittelbar nach der Behandlung möglicherweise nicht; gegenüber keiner Behandlung sei sie unmittelbar nach der Behandlung bei Schmerz und Funktion wirksamer gewesen. In Studien mit üblicher Versorgung als Vergleich habe Akupunktur den Schmerz möglicherweise nicht klinisch bedeutsam verringert, möglicherweise aber die Funktion unmittelbar nach den Sitzungen sowie kurzfristig die körperliche, nicht jedoch die psychische Lebensqualität verbessert. Die Vertrauenswürdigkeit der Belege wurde als moderat bis sehr niedrig eingestuft; als Gründe nennen sie das hohe Verzerrungsrisiko der meisten Studien, Inkonsistenz und kleine Stichproben, die die Genauigkeit minderten. Ihr Schluss: Die Entscheidung für Akupunktur könne von Verfügbarkeit, Kosten und den Vorlieben der Patientin oder des Patienten abhängen.
Quelle
Cochrane Review CD013814, Acupuncture for chronic nonspecific low back pain, 11.12.2020 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33306198/ (erhoben am 07.08.2026)
Akupunktur: Colitis ulcerosa im leichten bis moderaten Schub
Leitlinie
Empfehlung 6.17 der Leitlinie lautet: „Akupunktur kann im leicht bis moderaten Schub komplementär in der Therapie eingesetzt werden.“ Ausgewiesen sind Evidenzgrad 3, Empfehlungsgrad 0 und starker Konsens. Zur Begründung nennt die Leitlinie einen randomisierten Vergleich mit oberflächlicher Nadelung an Nicht-Akupunkturpunkten: „Der klinische Aktivitätsscore (CAI) nahm nach der Akupunkturbehandlung gegenüber der Kontrollgruppe signifikant ab. Die sekundären Endpunkte Verbesserung der Lebensqualität und Verbesserung des Allgemeinzustandes zeigten keine signifikanten Gruppenunterschiede zum Ende der Therapie“. Die Gegenevidenz steht im selben Abschnitt: „Zwei Meta-Analysen, die auch chinesische Studien miteinschlossen, stellten fest, dass die methodische Qualität der vorhandenen Studien zu gering ist, um Schlussfolgerungen hieraus zu ziehen“.
Quelle
S3-Leitlinie „Colitis ulcerosa“, Langfassung, Version 7.0, Stand 31.07.2025, AWMF-Registernummer 021-009, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. Gültig bis 30.07.2030. Kapitel 6.2 „Komplementärmedizin“, Empfehlungen 6.10 bis 6.24. https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-009l_S3_Colitis-ulcerosa_2025-11.pdf (erhoben am 08.09.2026)
Akupunktur: Depressivität als subklinische Ausprägung bei Brustkrebspatientinnen nach Chemotherapie oder unter Aromataseinhibitoren
Leitlinie
Empfehlung 4.16 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus 3 RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Reduzierung von Depressivität* bei Brustkrebspatientinnen nach Abschluss von Chemotherapie oder unter Therapie mit Aromataseinhibitoren vor. Akupunktur kann zur Reduktion von Depressivität* bei diesen Patientinnen erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Ein- und Durchschlafstörungen bei onkologischen Patienten
Leitlinie
Empfehlung 4.10 der Leitlinie lautet: „Es liegt ein systematisches Review über 4 RCTs und 3 weitere RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Reduktion von Ein- und Durchschlafstörungen bei onkologischen Patienten vor. Akupunktur kann zur Reduktion von Ein- und Durchschlafstörungen bei diesen Patienten erwogen werden, wenn eine gezielte Verhaltenstherapie aufgrund mangelnder Verfügbarkeit nicht angeboten werden kann oder die Patienten diese ablehnen.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Epilepsie im Erwachsenenalter
Leitlinie
Kapitel 2.4.9 der Leitlinie fasst Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur zusammen und hält fest: „Auch hinsichtlich Akupunktur gibt es laut einem systematischen Review aufgrund der mangelnden Qualität der vorliegenden Studien keine hinreichenden Belege für eine Wirksamkeit. Bei Durchführung durch qualifiziertes Personal stellte Akupunktur eine sichere Behandlungsmodalität dar“. Die Empfehlung ist eine Abgrenzung: „Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur sollen nicht anstelle einer anfallssuppressiven Pharmakotherapie eingesetzt werden“, starker Konsens bei einer Konsensstärke von 100 Prozent. Fehlende Wirksamkeitsbelege und Sicherheit stehen hier nebeneinander und sind zwei verschiedene Aussagen.
Quelle
S2k-Leitlinie „Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter“, Langfassung, Stand 01.09.2023, AWMF-Registernummer 030-041, Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Gültig bis 31.08.2028. Kapitel 2.4 mit den Abschnitten 2.4.8 „Heilpflanzen“, 2.4.9 „Traditionelle Chinesische Medizin / Akupunktur“, 2.4.10 „Homöopathie“ und 2.4.12 „Anthroposophische Medizin“. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-041l_S2k_Erster-epileptischer-Anfall-Epilepsien-Erwachsenenalter_2023-09.pdf (erhoben am 08.09.2026)
Akupunktur: Episodische Migräne (Vorbeugung)
systematische Übersicht
22 Studien mit 4985 Teilnehmenden. Gegenüber keiner Akupunktur berichten die Autorinnen und Autoren eine moderate Verringerung der Kopfschmerzhäufigkeit nach der Behandlung (standardisierte Mittelwertdifferenz -0,56; moderate Qualität), gegenüber Scheinakupunktur eine kleine, aber statistisch signifikante (-0,18), anders als in der Vorfassung; nach der Behandlung habe sich die Häufigkeit bei 50 Prozent mit echter und 41 Prozent mit Scheinakupunktur mindestens halbiert, und Abbrüche wegen unerwünschter Wirkungen sowie berichtete unerwünschte Wirkungen hätten sich zwischen echter und Scheinakupunktur nicht signifikant unterschieden. Gegenüber medikamentöser Prophylaxe sei Akupunktur nach der Behandlung überlegen gewesen (-0,25), im weiteren Verlauf nicht mehr signifikant; sie sei damit möglicherweise mindestens ähnlich wirksam wie die medikamentöse Prophylaxe, und die Behandelten hätten seltener wegen unerwünschter Wirkungen abgebrochen und seltener unerwünschte Wirkungen berichtet. Akupunktur könne als Behandlungsoption für Patientinnen und Patienten gelten, die zu dieser Behandlung bereit sind; wie für andere Migränebehandlungen fehlten Langzeitstudien von mehr als einem Jahr Dauer.
Quelle
Cochrane Review CD001218.pub3 (2016): Acupuncture for the prevention of episodic migraine https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27351677/ (erhoben am 06.09.2026)
Akupunktur: Gelenkschmerzen bei Brustkrebspatientinnen unter Aromataseinhibitoren
Leitlinie
Empfehlung 4.4 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einer Metaanalyse über 4 RCTs und einem weiteren RCT zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Senkung von Gelenkschmerzen vor, die bei Brustkrebspatientinnen durch Aromataseinhibitoren hervorgerufenen wurden. Akupunktur sollte bei diesen Patientinnen empfohlen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR B und LoE 2b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Globale und tumorspezifische Lebensqualität während und nach onkologischer Therapie
Leitlinie
Empfehlung 4.15 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus 3 Metaanalysen, einer systematischen Übersichtsarbeit und 13 weiteren RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Verbesserung der globalen und tumorspezifischen Lebensqualität bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Akupunktur kann zur Verbesserung der globalen und tumorspezifischen Lebensqualität bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Hitzewallungen bei onkologischen Patienten
Leitlinie
Empfehlung 4.3 der Leitlinie lautet: „Es liegen heterogene Daten aus zwei systematischen Reviews und vier weiteren RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur auf Hitzewallungen bei onkologischen Patienten vor. Akupunktur hat weniger Nebenwirkungen als eine medikamentöse Therapie mit Gabapentin/ Venlafaxin bei vergleichbarer Wirkung. Akupunktur kann zur Reduktion der Hitzewallungen bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Insomnie bei Erwachsenen (Ein- und Durchschlafstörungen)
Leitlinie
Empfehlung T11 der Leitlinie lautet: „Die Behandlung der Insomnie mit Aromatherapie, Akupunktur, Fußreflexzonenmassage, und Homöopathie soll nicht empfohlen werden (A; starker Konsens; Evidenzgrad 1a bis 4).“ Der Empfehlungsgrad A ist in dieser Leitlinie die stärkste Stufe; die Empfehlung richtet sich also ausdrücklich GEGEN die Anwendung und nicht nur gegen ihre Erstattung. Die Leitlinie führt daneben Meta-Analysen auf, die signifikante Effekte der Akupunktur berichten, und vermerkt dazu wiederholt „insgesamt unzureichende Qualität der Originalstudien“.
Quelle
S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“, Update 2025, Langfassung, Version 2.0, Stand 13.11.2024, AWMF-Registernummer 063-003, Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Gültig bis 12.11.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/063-003l_S3_Insomnie-bei-Erwachsenen_2025-04.pdf (erhoben am 07.09.2026)
Akupunktur: Internetnutzungsstörung (allgemein) bei Kindern und Jugendlichen, Akupunktur als Beispiel somatischer Therapieverfahren aus der Komplementärmedizin
Leitlinie
Empfehlung 3 der Leitlinie in Tabelle 4 für Kinder und Jugendliche (Evidenzgrad IIc, Empfehlungsgrad 0) lautet: „Beim Vorliegen einer Internetnutzungsstörung (allgemein) können somatische Therapieverfahren aus der Komplementärmedizin (z.B. Akupunktur) erwogen werden.“ Akupunktur ist dort als Beispiel genannt. Grundlage ist nach dem Hintergrundtext eine Studie (Wang et al., 2020), die 27 Probandinnen und Probanden mit „Internetsucht“ mit 30 gematchten Kontrollen verglich und Befunde der rsFC in mehreren Hirnregionen (unter anderem Putamen, orbitofrontaler Kortex, Kleinhirn) berichtet; dazu heißt es: „Durch Akupunktur kam es hier zu einer Angleichung der beiden Gruppen.“ Und weiter: „In der Studie wurde kein Follow-up durchgeführt, daher kann die Nachhaltigkeit der Effekte nicht eingeschätzt werden.“ Die Leitlinie ist eine S1-Leitlinie mit systematischer Literaturrecherche; laut Methodenteil wurde der Empfehlungsgrad „entsprechend der AWMF-Richtlinien mit A (starke Empfehlung, soll/soll nicht), B (Empfehlung, sollte/sollte nicht) und 0 (Empfehlung offen, kann erwogen werden/verzichtet werden) vergeben“, und der Evidenzgrad folgte den Vorgaben des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine. Eine Konsensstärke weist die Leitlinie nicht aus.
Quelle
S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen“, Langfassung, Version 1.1, Stand 20.11.2024, AWMF-Registernummer 076-011, Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Gültig bis 19.11.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/076-011l_S1_Diagnostik-Therapie-Internetnutzungstoerungen_2025-06.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Internetnutzungsstörung (allgemein), Elektroakupunktur in Kombination mit kognitiver Verhaltenstherapie
Leitlinie
Empfehlung 2 der Leitlinie in Tabelle 3 (Evidenzgrad IIb, Empfehlungsgrad 0) lautet: „Beim Vorliegen einer Internetnutzungsstörung (allgemein) können Kombinationen aus Verhaltenstherapie (KVT) und Elektroakupunktur erwogen werden.“ Grundlage sind nach dem Hintergrundtext zwei Studien (Hui et al., 2017; Zhu et al., 2012); zu letzterer heißt es, dass „die kombinierte Gruppe aus CBT und Elektroakupunktur die kognitiven Funktionen der Probanden und Probandinnen verbessern könnte“. Die Leitlinie ist eine S1-Leitlinie mit systematischer Literaturrecherche; laut Methodenteil wurde der Empfehlungsgrad „entsprechend der AWMF-Richtlinien mit A (starke Empfehlung, soll/soll nicht), B (Empfehlung, sollte/sollte nicht) und 0 (Empfehlung offen, kann erwogen werden/verzichtet werden) vergeben“, und der Evidenzgrad folgte den Vorgaben des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine. Eine Konsensstärke weist die Leitlinie nicht aus.
Quelle
S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen“, Langfassung, Version 1.1, Stand 20.11.2024, AWMF-Registernummer 076-011, Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Gültig bis 19.11.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/076-011l_S1_Diagnostik-Therapie-Internetnutzungstoerungen_2025-06.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Interstitielle Zystitis und Blasenschmerzsyndrom (IC/BPS), Akupunktur als Heilversuch
Leitlinie
Empfehlung 4.44 der Leitlinie lautet: „Zusammenfassend kann auch unter Zugrundelegung neuerer Untersuchungen die Wirkung einer Akupunkturbehandlung auf die IC/BPS nicht abschließend beurteilt werden. Hierzu sind die Methoden, Einschlusskriterien und Ergebnisse bei geringen Fallzahlen zu inkohärent. Wegen der fehlenden Nebenwirkungen kann die Akupunktur im Sinne eines Heilversuchs erwogen werden, solange der Einsatz wirksamerer Therapiemodalitäten nicht verzögert wird.“ Die Gesamtabstimmung ergab starken Konsens mit 100 Prozent; die Empfehlung wurde 2024 geändert. Die Stärke einer Empfehlung wird in dieser Leitlinie „rein sprachlich ausgedrückt“, eine Kann-Formulierung ist also die offene Stufe. Besprochen wird unter anderem eine randomisierte Studie aus China, in der Elektroakupunktur nach sechs Monaten eine statistisch signifikant bessere Gesamt-Erfolgsrate erreichte als Blaseninstillationen (87,5 Prozent gegenüber 69,7 Prozent). Dazu schreibt die Leitlinie: „Die Studie weist diverse methodische Mängel auf, so wurde sie nicht vorab zentral registriert, die Randomisierung bleibt im Dunkeln (z.B. Randomisierungstafel), die Vergleichsgruppe erhielt nicht den Goldstandard.“
Quelle
S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Interstitiellen Zystitis (IC/BPS)“, Langfassung, Version 2.0, Stand 30.09.2024, AWMF-Registernummer 043-050, Deutsche Gesellschaft für Urologie. Gültig bis 29.09.2029. Kapitel 4.1.2 „Ernährungsempfehlungen“, 4.1.4.1 „Osteopathie“ und 4.4 „Komplementärmedizinische Therapie“ mit den Empfehlungen 4.11, 4.18, 4.44, 4.50 und 4.53 und den Statements 4.8 und 4.49. https://register.awmf.org/assets/guidelines/043-050l_S2k_Diagnostik-Therapie-Interstitielle-Zystitis-IC-BPS_2025-07.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Kognitive Beeinträchtigung bei Brustkrebspatientinnen unter adjuvanter Chemotherapie
Leitlinie
Empfehlung 4.14 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einem RCT zur Wirksamkeit von Akupunktur auf die subjektive und objektive kognitive Beeinträchtigung bei Brustkrebspatientinnen unter adjuvanter Chemotherapie vor. Akupunktur kann bei diesen Patientinnen zur Verbesserung der kognitiven Beeinträchtigung erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 2b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Postoperative Schmerzen bei Hirntumoroperationen, Elektroakupunktur
Leitlinie
Empfehlung 4.7 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einem RCT zur Wirksamkeit von Elektroakupunktur zur Senkung postoperativer Schmerzen bei Patienten während Hirntumoroperationen vor. Elektroakupunktur kann während Hirntumoroperationen zur kurzfristigen postoperativen Senkung von Schmerzen und bei Schmerzmittelbedarf erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 2b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Postoperative Schmerzen nach Prostatektomie, Elektroakupunktur
Leitlinie
Empfehlung 4.6 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einem RCT zur Wirksamkeit von Elektroakupunktur zur Senkung postoperativer Schmerzen bei Patienten vor, die einer Prostatektomie unterzogen wurden. Elektroakupunktur kann postoperativ als analgetisches und Analgetika-sparendes Verfahren bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Prophylaxe der Migräne, klassische Akupunktur gegenüber Scheinakupunktur
Leitlinie
Die Empfehlung in Kapitel 10.8 der Leitlinie lautet: „Die Überlegenheit einer klassischen Akupunktur gegenüber einer Scheinakupunktur bei der Prophylaxe der Migräne ist nach aktueller Studienlage widersprüchlich. Insgesamt zeigen sich moderate, unspezifische Effekte.“ Die Leitlinie ist eine S1-Leitlinie und weist weder Empfehlungs- noch Evidenzgrade aus.
Quelle
S1-Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“, Langfassung, Stand November 2025, AWMF-Registernummer 030-057, Deutsche Gesellschaft für Neurologie und Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Gültig bis 07.08.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-057l_S1_Therapie-der-Migraeneattacke-Prophylaxe-der-Migraene_2025-11.pdf (erhoben am 06.09.2026)
Akupunktur: Prophylaxe des Kopfschmerzes vom Spannungstyp, klassische Akupunktur als Option ohne gewünschte oder wirksame Medikation
Leitlinie
Im Abschnitt der Leitlinie „Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick“ steht im Abschnitt „Andere Verfahren“: „Die Studienlage zur Akupunktur ist uneinheitlich. Sie kann insbesondere dann versucht werden, wenn medikamentöse Therapieverfahren nicht gewünscht werden oder nicht wirksam sind.“ Das Kapitel 4.4 („Weitere Verfahren zur Prophylaxe“, Abschnitt „Klassische Akupunktur“) stellt Studien mit positiven und negativen Ergebnissen dar; einen Empfehlungsgrad weist die Leitlinie für Akupunktur nicht aus. Die Leitlinie ist eine S1-Leitlinie; nach eigener Angabe wurde zur Konsensusfindung ein modifiziertes Delphi-Verfahren angewendet, und „Die Abstimmung über die Empfehlungen erfolgte in einer Online-Konferenz im Januar 2023.“
Quelle
S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Kopfschmerzes vom Spannungstyp“, Langfassung, Version 6.0, Stand 19.12.2023, AWMF-Registernummer 030-077, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Gültig bis 18.12.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-077l_S1_Diagnostik-Therapie-Kopfschmerz-Spannungstyp_2024-03.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Restless-Legs-Syndrom
Leitlinie
Im Kasten „Zusammenfassung und Empfehlung Therapie“ und gleichlautend im Abschnitt der Leitlinie „Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick“ steht: „Der Einsatz von Akupunktur, pneumatischer Kompression, endovaskulärer Laserablation, Kryotherapie und Phytotherapie kann aufgrund der fehlenden Datenlage derzeit nicht empfohlen werden.“ Im Hintergrundtext heißt es: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Studienlage zu heterogen und als nicht ausreichend zu werten, es gibt keinen hinreichenden Nachweis für die Wirksamkeit der Ohrakupunktur.“ Einen Empfehlungsgrad oder eine Konsensstärke nennt die Langfassung bei dieser Aussage nicht.
Quelle
S2k-Leitlinie „Restless-Legs-Syndrom (RLS)“, Langfassung, Version 5.5, Stand 25.06.2022, AWMF-Registernummer 030-081, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Gültig bis 24.06.2027. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-081l_S2k_Restless-Legs-Syndrom_2026-03.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Rezidivierende unkomplizierte Harnwegsinfektionen der Frau, Vorbeugung
Leitlinie
Der Abschnitt der Leitlinie „Kutane Immunstimulation: Akupunktur“, der zu Empfehlung 12.3 gehört, gibt eine Metaanalyse aus dem Jahr 2020 mit zwei randomisierten Studien wieder: „Akupunktur war bei der Verhinderung eines Rezidivs mit einer Nachbeobachtung von 6 Monaten wirksamer als keine Behandlung“ (n = 135, relatives Risiko 0,39, geringe Beweissicherheit) und als Scheinakupunktur (n = 53, relatives Risiko 0,45, moderate Beweissicherheit). Zu den einzelnen Studien: „Bei Aune et al. fanden sich nach Akupunktur 85% Patienten ohne Harnwegsinfektionen (56% Scheinakupunktur, 36% Kontrollen)“, und „bei Alraek et al. halbierte sich die Harnwegsinfektionsrate nach Akupunktur gegenüber der nicht behandelten Kontrollkohorte“. Eine eigene Empfehlung spricht die Leitlinie dazu nicht aus: Empfehlung 12.3 nennt allein das Immunprophylaktikum OM-89, und die Akupunktur steht in keiner der sieben Zeilen der Tabelle 22 mit den alternativen Präventionsoptionen.
Quelle
S3-Leitlinie „Epidemiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei Erwachsenen“, Langfassung, Version 3.0, Stand 09.04.2024, AWMF-Registernummer 043-044, Deutsche Gesellschaft für Urologie. Gültig bis 08.04.2029. Empfehlungen 9.4, 12.3 und 12.4 samt Tabellen 18 und 22. https://register.awmf.org/assets/guidelines/043-044l_S3_Epidemiologie-Diagnostik-Therapie-Praevention-Management-Harnwegsinfektione-Erwachsene-HWI_2024-09.pdf (erhoben am 08.09.2026)
Akupunktur: Schwere Bewusstseinsstörung nach akuter Hirnschädigung bei Erwachsenen, Akupunktur zur Verbesserung des Bewusstseins
Leitlinie
Das evidenzbasierte Statement 2.7.4 (Stand 2022; Empfehlungsgrad: n.a., Evidenzgrad 4, Qualität der Evidenz sehr niedrig) lautet: „Bei erwachsenen Patient*innen mit einer schweren Bewusstseinsstörung aufgrund einer akuten Hirnschädigung kann weder eine Empfehlung für die Anwendung der Akupunktur zur Bewusstseinsverbesserung noch dagegen gegeben werden.“ (Konsensstärke: 100% (18/18)). Zur Begründung schreibt die Leitlinie: „Die Autor*innen der Reviews stellen übereinstimmend fest, dass trotz Hinweisen auf einen Nutzen der Akupunktur die wissenschaftliche Qualität so gering ist, dass derzeit eine allgemeine Empfehlung zu ihrem Einsatz nicht ausgesprochen werden kann.“ Die Evidenz stammt nach dem Hintergrundtext aus zwei chinesischen systematischen Übersichtsarbeiten; die Primärliteratur war für die Leitliniengruppe nicht zugänglich. Starker Konsens bedeutet nach Tabelle 2 der Leitlinie mehr als 95 % der Stimmberechtigten.
Quelle
S3-Leitlinie „Neurologische Rehabilitation bei Koma und schwerer Bewusstseinsstörung im Erwachsenenalter“, Langfassung, Version 1.0, Stand 23.12.2022, AWMF-Registernummer 080-006, Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Neurorehabilitation e.V. (DGiNR). Gültig bis 31.12.2026 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/080-006l_S3_Neurologische-Rehabilitation-bei-Koma-und-schwerer-Bewusstseinsstoerung-im-Erwachsenenalter_2025-03-verlaengert.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Spannungskopfschmerz (Vorbeugung)
systematische Übersicht
Zwölf Studien mit 2349 Teilnehmenden. In zwei großen Studien gegen Routineversorgung erreichten deutlich mehr Behandelte mindestens eine Halbierung der Kopfschmerzhäufigkeit (48 gegenüber 19 Prozent und 45 gegenüber 4 Prozent; moderate Qualität); die beiden Studien unterschieden sich aber deutlich in Ausgangshäufigkeit und Versorgung der Kontrollgruppen, und Langzeitwirkungen über vier Monate hinaus wurden nicht untersucht. Gegenüber Scheinakupunktur erreichten 51 gegenüber 43 Prozent mindestens eine Halbierung der Häufigkeit (relatives Risiko 1,3; moderate Qualität); Abbrüche wegen unerwünschter Wirkungen waren selten (1 von 420 mit Akupunktur, 0 von 343 mit Scheinakupunktur), unerwünschte Wirkungen berichteten 17 Prozent mit Akupunktur gegenüber 12 Prozent mit Scheinakupunktur (drei Studien; niedrige Qualität). Gegenüber Physiotherapie, Massage oder Übungen fand keine der vier Studien (niedrige bis moderate Qualität, hohes Verzerrungsrisiko, unzureichend berichtet) eine signifikante Überlegenheit der Akupunktur, bei manchen Zielkriterien lagen die Ergebnisse leicht zugunsten der Vergleichsbehandlung; zu unerwünschten Wirkungen berichteten diese Studien nichts. Die Qualität der Belege war insgesamt moderat oder niedrig, vor allem wegen fehlender Verblindung und schwankender Effektgrößen. Die Autorinnen und Autoren schließen, die verfügbaren Ergebnisse legten nahe, dass Akupunktur bei häufigem episodischem oder chronischem Spannungskopfschmerz wirksam sei; weitere Studien, besonders im Vergleich mit anderen Behandlungsmöglichkeiten, seien nötig.
Quelle
Cochrane Review CD007587.pub2 (2016): Acupuncture for the prevention of tension-type headache https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27092807/ (erhoben am 06.09.2026)
Akupunktur: Spastische Tonuserhöhung nach Schlaganfall, Elektroakupunktur von Arm und Bein als Zusatzmaßnahme
Leitlinie
Die Empfehlung in Kapitel 4.2 der Leitlinie (modifiziert 2024) lautet: „Die Elektroakupunktur von Arm und Bein kann für Schlaganfall-Betroffene als Zusatzmaßnahme erwogen werden, wenn eine spastische Tonuserhöhung behandelt werden soll.“ (Konsensstärke: starker Konsens). Grundlage ist nach dem Hintergrundtext ein systematischer Review mit Metaanalyse zur Kombination von Elektroakupunktur und Rehabilitationsbehandlung; dazu heißt es: „Im Vergleich zu einer alleinigen Rehabilitationsbehandlung oder EA konnte die kombinierte Behandlung“ die Spastizität an Arm und Bein stärker verbessern, wobei methodische Schwächen der eingeschlossenen Studien aus China zu berücksichtigen seien. Nach der Methodik der Leitlinie steht kann für eine offene Empfehlung; starker Konsens bedeutet eine Zustimmung von mehr als 95 % der Teilnehmenden, und eine Evidenzklassifizierung einzelner Quellen erfolgt bei dieser S2k-Leitlinie nicht.
Quelle
S2k-Leitlinie „Therapie des spastischen Syndroms“, Langfassung, Version 6.1, Stand 01.12.2024, AWMF-Registernummer 030-078, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR). Gültig bis 30.11.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-078l_S2k_Therapie_spastisches_Syndrom_2025-04.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Subjektive Symptome der Xerostomie nach adjuvanter Radiotherapie
Leitlinie
Empfehlung 4.12 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einem systematischen Review über 5 RCTs und einer Metaanalyse über 2 dieser RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Reduktion der subjektiven Symptome der Xerostomie nach einer adjuvanten Radiotherapie bei onkologischen Patienten vor. Akupunktur kann in dieser Situation zur Reduktion der subjektiven Symptome der Xerostomie erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 2a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Symptomatische lumbale Spinalkanalstenose
Leitlinie
Kapitel 2.5.6 der Leitlinie (Therapie, im Abschnitt 2.5 Spinalkanalstenose) hält fest: „Akupunktur (24 Behandlungen über 8 Wochen) führt zur zügigen funktionellen Erholung und Schmerzreduktion bei symptomatischer Spinalkanalstenose und ist der sham-Akupunktur in einer randomisierten, kontrollierten Studie überlegen“ (die Leitlinie verweist dafür auf eine Fundstelle ihres Literaturverzeichnisses). Die Aussage stützt sich auf eine einzelne randomisierte Studie. Als S2k-Leitlinie weist sie weder Empfehlungs- noch Evidenzgrade aus; sie wird im formalen Konsens verabschiedet und ohne systematische Bewertung der Belege.
Quelle
S2k-Leitlinie „Spezifischer Kreuzschmerz“, Langfassung, Version 2.0, Stand 01.04.2024, AWMF-Registernummer 187-059, Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Gültig bis 31.03.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/187-059l_S2k_Spezifischer-Kreuzschmerz_2024-08.pdf (erhoben am 07.09.2026)
Akupunktur: Tumorschmerzen bei onkologischen Patienten
Leitlinie
Empfehlung 4.5 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus zwei systematischen Reviews über 9 RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Senkung von Tumorschmerzen bei onkologischen Patienten vor. Akupunktur sollte zur Senkung der Tumorschmerzen und/ oder Einsparung von Analgetika bei diesen Patienten empfohlen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR B und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Unterbauchschmerzen und menstruelle Beschwerden bei Endometriose, Akupunktur in Kombination mit weiteren Behandlungen
Leitlinie
Die konsensbasierte Empfehlung 4.E31 der Leitlinie lautet: „Eine Akupunkturbehandlung (i. e. ca. acht Sitzungen) kann zur Linderung von Unterbauchschmerzen und/oder menstruellen Beschwerden bei Endometriose in Kombination mit weiteren Behandlungen erwogen werden.“ Ausgewiesen sind Expertenkonsens und Konsensusstärke ++, die Empfehlung ist 2024 neu aufgenommen. Die Leitlinie unterscheidet nach Tabelle 7 die starke („soll“), die einfache („sollte“) und die offene Empfehlung („kann“); „++“ bedeutet nach Tabelle 8 Konsens mit einer Zustimmung von mehr als 75 bis 95 Prozent, „+++“ starken Konsens mit mehr als 95 Prozent. Expertenkonsens heißt dort Konsensus-Entscheidungen „ohne vorherige systemische Literaturrecherche (S2k)“. Aus einer Metaanalyse mit sechs Studien berichtet die Leitlinie: „Nach Interventionsende war eine Verum-Akupunkturbehandlung (i. e. Serie von Ø acht Sitzungen) einer Behandlung mit Akupunktur an unspezifischen Punkten mit hoher Effektstärke sowohl signifikant als auch klinisch relevant überlegen bezüglich Unterbauchschmerzen und menstruellen Schmerzen.“ Zugleich hält sie fest: „Manuelle Akupunktur, Moxibustion und Elektroakupunktur hatten bei Endometriosepatientinnen einen positiven Einfluss auf den Gesamtschmerz-Index, den Pelvic-Pain-Index sowie Dyschezie, Dysmenorrhoe und Kopfschmerzen“, und im Vergleich mit hormoneller Behandlung: „verglichen mit der Einnahme von KOK zeigte sich aber eine Unterlegenheit“.
Quelle
S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Endometriose“, Langfassung, Version 5.1, Stand 01.04.2025, AWMF-Registernummer 015-045, Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe mit der Österreichischen und der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Gültig bis 31.03.2030. Kapitel 4.5 „Komplementäre Therapien und weitere Therapiemöglichkeiten“, Konsensbasierte Empfehlungen 4.E25, 4.E28, 4.E30 und 4.E31. https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-045l_S2k_Diagnostik_Therapie_Endometriose_2025-10.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Vorbeugung des postoperativen Delirs bei älteren chirurgischen Patientinnen und Patienten im Krankenhaus, transkutane elektrische Akupunkturpunkt-Stimulation (TEAS)
Leitlinie
Empfehlung 4.16 der Leitlinie (neu 2025, Empfehlungsgrad A ⇓⇓) lautet: „Wir empfehlen, bei älteren chirurgischen Patient:innen im Krankenhaus transkutane elektrische Akupunktur-Punkt-Stimulation zur Prävention des postoperativen Delirs nicht einzusetzen.“ (Konsensstärke: 100%, starker Konsens (14/14)). Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz nach GRADE ist für eine reduzierte Delirinzidenz mit moderat und für eine kürzere Delirdauer mit niedrig angegeben; keine sichere Auswirkung auf die kognitive Funktion. Zur Begründung schreibt die Leitlinie, die Primärstudien des systematischen Reviews hätten wegen Sprachbarrieren nicht im Detail geprüft werden können, und weiter: „Eine neuere Metaanalyse einer anderen chinesischen Arbeitsgruppe, die teilweise die gleichen Studien einbezieht, bewertet deren Qualität als gering und weist auf ein hohes Bias-Risiko hin [272]. Zudem gibt es Unstimmigkeiten bei den Fallzahlen der eingeschlossenen Studien, was Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Ergebnisse aufwirft.“ Außerdem: „Da die Technik der Elektroakupunktur ist in deutschen Krankenhäusern nicht regelhaft verfügbar ist, kann sie in der Regelversorgung nicht umgesetzt werden.“ und: „Um eine belastbare Empfehlung auszusprechen, sind weitere hochwertige Studien in Europa und international erforderlich.“
Quelle
S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“, Langfassung, Version 1.1, Stand 30.04.2025, AWMF-Registernummer 109-001, Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) mit weiteren Fachgesellschaften. Gültig bis 29.04.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/109-001l_S3_Delir-im-hoeheren-Lebensalter_2026-01-1.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Akupunktur: Vorbeugung von Xerostomie während einer Radio- oder Chemotherapie bei Kopf-Hals-Tumoren
Leitlinie
Empfehlung 4.11 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einem systematischen Review über 4 RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Vorbeugung von Symptomen der Xerostomie während einer Radio-/Chemotherapie vor. Akupunktur kann während einer Radio-/Chemotherapie zur Vorbeugung von Symptomen der Xerostomie und zur Anregung des Speichelflusses bei Patienten mit Kopf-Hals Tumoren erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen bei Patienten mit platinbasierter Chemotherapie
Leitlinie
Empfehlung 4.1 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einer systematischen Übersichtsarbeit und zwei RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen bei Patienten mit platinbasierter Chemotherapie vor. Akupunktur kann, zusätzlich zur antiemetischen Therapie, zur Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 2a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen während einer Radiotherapie
Leitlinie
Empfehlung 4.2 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus 1 RCT zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen bei onkologischen Patienten während Radiotherapie vor. Es kann keine Empfehlung für oder gegen die Anwendung von Akupunktur zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen während Radiotherapie bei Patienten mit dieser Indikation gegeben werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR ST und LoE 2a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Akupunktur: Wiederherstellung der Darmfunktion nach Operation bei Kolonkarzinom
Leitlinie
Empfehlung 4.13 der Leitlinie lautet: „Es liegen Daten aus einem systematischen Review über 6 RCTs und 3 weiteren RCTs zur Wirksamkeit von Akupunktur zur Wiederherstellung der Darmfunktion nach Operation bei Kolonkarzinompatienten vor. Akupunktur kann zur Verringerung der Zeit bis zum ersten Stuhlgang und zur Senkung des Opioidverbrauchs als zusätzliche Maßnahme bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 2a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Akuter ischämischer Schlaganfall, Acanthopanax-Injektionen als Zusatzbehandlung
systematische Übersicht
13 Studien mit 962 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, das Verzerrungsrisiko sei in allen eingeschlossenen Studien hoch gewesen; die Daten reichten daher nicht aus, um verlässliche Schlussfolgerungen über die Wirksamkeit von Acanthopanax beim akuten Schlaganfall zu ziehen. Nötig seien deutlich größere Studien von höherer methodischer Qualität.
Quelle
Cochrane Review CD007032.pub2 (2009): Acanthopanax for acute ischaemic stroke https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19588417/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Atopische Dermatitis (Neurodermitis, atopisches Ekzem)
Leitlinie
Die Empfehlung in Kapitel 5.5 der Leitlinie lautet: „Chinesische Kräutermedizin soll nicht zur Therapie bei AD eingesetzt werden.“ (13 von 17 Stimmen.) Die Empfehlung ist konsensbasiert (Zustimmung über 75 Prozent) und trägt den stärksten Negativgrad der Leitlinie. Sie steht im Abschnitt 5.5 Komplementärmedizin, der ausser den hier genannten auch die autologe Serumtherapie behandelt. Zur Begründung heisst es: „In aktuellen systematischen Reviews konnten aufgrund methodischer Schwächen der untersuchten randomisierten kontrollierten Studie keine schlüssigen Belege dafür gefunden werden, dass die topische Applikation von TCM-Zubereitungen zur Behandlung von Ekzemen anderen Kontrollinterventionen überlegen waren“.
Quelle
S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis (AD) [Neurodermitis; atopisches Ekzem]“, Langfassung, Version 4.7, Stand der Leitlinie 16.06.2023, Stand der redaktionell überarbeiteten Fassung 29.06.2026, AWMF-Registernummer 013-027, Deutsche Dermatologische Gesellschaft. Gültig bis 15.06.2028 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-027l_S3_Atopische-Dermatitis-AD-Neurodermitis-atopisches-Ekzem_2026-08_1.pdf (erhoben am 07.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Chronische Hepatitis B, Radix Sophorae flavescentis oder daraus gewonnene Inhaltsstoffe wie Matrin und Oxymatrin gegenüber Placebo oder keiner zusätzlichen Behandlung
systematische Übersicht
35 randomisierte klinische Studien mit 3556 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, den eingeschlossenen Studien fehlten Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie zur Hepatitis-B-bedingten Sterblichkeit und Morbidität. Die Wirkungen von Radix Sophorae flavescentis auf die Gesamtsterblichkeit und auf den Anteil der Teilnehmenden mit schweren sowie mit nicht schweren unerwünschten Ereignissen blieben unklar. Die Ergebnisse, nach denen Radix Sophorae flavescentis den Anteil der Menschen mit nachweisbarer HBV-DNA und nachweisbarem HBeAg verringerte, seien mit Vorsicht zu deuten, weil die Studien zu diesen Endpunkten ein hohes Verzerrungsrisiko hätten und beide Endpunkte nicht validierte Surrogatendpunkte seien. Zu Planung und Durchführung einer großen Zahl von Studien hätten sie keine Informationen erhalten und diese deshalb nicht in die Übersicht aufgenommen. Nicht offengelegte Finanzierung könne Studienergebnisse beeinflussen und zu schlechter Studienplanung führen. Angesichts der breiten Anwendung von Radix Sophorae flavescentis seien große, unverzerrte, hochwertige placebokontrollierte randomisierte Studien nötig, die patientenzentrierte Endpunkte erheben.
Quelle
Cochrane Review CD013089.pub2 (2019): Radix Sophorae flavescentis versus no intervention or placebo for chronic hepatitis B https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30941748/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Chronische Hepatitis B, Radix Sophorae flavescentis oder daraus gewonnene Inhaltsstoffe wie Matrin und Oxymatrin gegenüber anderen Arzneimitteln oder Kräutern
systematische Übersicht
Zehn randomisierte klinische Studien mit 898 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, den eingeschlossenen Studien fehlten Daten zu Gesamtsterblichkeit, gesundheitsbezogener Lebensqualität, schweren unerwünschten Ereignissen sowie Hepatitis-B-bedingter Sterblichkeit und Morbidität. Die Evidenz zur Wirkung von Radix Sophorae flavescentis auf den Anteil der Teilnehmenden mit nicht schweren unerwünschten Ereignissen und mit nachweisbarer HBV-DNA sei weiterhin unklar. Bei den Ergebnissen, nach denen Radix Sophorae flavescentis den Anteil der Menschen mit nachweisbarem HBeAg verringerte, rieten sie zur Vorsicht, weil die Studien ein hohes Verzerrungsrisiko hätten, weil es sich um einen nicht validierten Surrogatendpunkt handle und weil die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz sehr niedrig sei. Da sie zur Studienplanung einer großen Zahl von Studien keine Informationen erhalten hätten, hätten sie diese nicht in die Übersicht aufgenommen. Nicht offengelegte Finanzierung könne Studienergebnisse beeinflussen und zu schlechter Studienplanung führen. Angesichts der breiten Anwendung von Radix Sophorae flavescentis seien große, unverzerrte, hochwertige placebokontrollierte randomisierte Studien nötig, die patientenzentrierte Endpunkte erheben.
Quelle
Cochrane Review CD013106.pub2 (2019): Radix Sophorae flavescentis versus other drugs or herbs for chronic hepatitis B https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31232459/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Chronische Nierenerkrankung (Verzögerung des Fortschreitens), Rheum officinale (Da Huang)
systematische Übersicht
Neun Studien mit 682 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, die verfügbaren Belege zur Wirksamkeit von Rheum officinale bei der Verbesserung der Werte für Serumkreatinin und Harnstoff-Stickstoff im Blut bei chronischer Nierenerkrankung seien spärlich und von geringer Qualität. Rheum officinale scheine bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung zwar nicht mit schweren unerwünschten Ereignissen verbunden zu sein, es gebe aber derzeit keine Belege, die eine Empfehlung für seine Anwendung stützten.
Quelle
Cochrane Review CD008000.pub2 (2012): Rheum officinale (a traditional Chinese medicine) for chronic kidney disease https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22786510/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Chronische Nierenerkrankung, Astragalus (Radix Astragali) als Zusatzbehandlung
systematische Übersicht
22 Studien mit 1323 Teilnehmenden, davon 241 unter Dialyse. Die Autorinnen und Autoren schreiben, Astragalus als Zusatz zu konventionellen Therapien habe zwar einige vielversprechende Wirkungen bei der Verringerung der Proteinurie und der Erhöhung von Hämoglobin und Serumalbumin gezeigt, wegen unzureichender methodischer Qualität und mangelhafter Berichterstattung ließen sich aus der verfügbaren Evidenz aber keine endgültigen Schlussfolgerungen ziehen.
Quelle
Cochrane Review CD008369.pub2 (2014): Astragalus (a traditional Chinese medicine) for treating chronic kidney disease https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25335553/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Chronische Nierenerkrankung, Cordyceps sinensis als Zusatzbehandlung
systematische Übersicht
22 Studien mit 1746 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, eine Cordyceps-Zubereitung als Zusatz zur konventionellen Medizin habe sich als potenziell vielversprechend gezeigt, um das Serumkreatinin zu senken, die Kreatinin-Clearance zu erhöhen, die Proteinurie zu verringern und mit der chronischen Nierenerkrankung verbundene Komplikationen zu lindern, etwa mit einem Anstieg von Hämoglobin und Serumalbumin. Wegen der geringen Qualität der Evidenz hätten sich aber keine endgültigen Schlussfolgerungen ziehen lassen.
Quelle
Cochrane Review CD008353.pub2 (2014): Cordyceps sinensis (a traditional Chinese medicine) for treating chronic kidney disease https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25519252/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Chronische Obstipation, ausgewählte definierte Rezepturen der traditionellen chinesischen Medizin
Leitlinie
Empfehlung 11–4 der Leitlinie lautet: „Ausgewählte definierte Rezepturen aus der traditionell chinesischen Medizin können bei gesicherter Qualität und Herkunft in der Behandlung der chronischen Obstipation eingesetzt werden.“ Ausgewiesen sind „Empfehlung offen“ und Konsens, nach den Tabellen 2 und 3 der Leitlinie die Kann-Stufe bei mehr als 75 bis 95 Prozent Zustimmung. Der Kommentar wertet vier Metaanalysen und neuere Studien aus und warnt zur älteren Studienlage: „Daher ist den positiven Ergebnissen der Studien zugunsten der TCM-Kräuter mit großer Vorsicht zu begegnen.“ Und weiter: „Für den Update-Zeitraum liegen zudem 5 RCTs von besserer Qualität in englischer Sprache vor.“ In einem davon wurde eine Kräuterrezeptur gegen Senna und Placebo geprüft: „Zwischen der Ma Zi Ren und Senna Gruppe gab es nach Woche 8 keine signifikanten Unterschiede (68 % vs. 57.7 %, p = 0.14), aber gegen Plazebo (33.0 %, p <.005).“
Quelle
S2k-Leitlinie „Chronische Obstipation“, Langfassung (Aktualisierte S2k-Leitlinie chronische Obstipation, Z Gastroenterol 2022; 60: 1528–1572), Version 2.0, Stand 31.10.2021, AWMF-Registernummer 021-019, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität. Gültig bis 30.10.2026 (in Überarbeitung). Empfehlungen 4–2A bis 4–2C, 5–1, 5–3A, 7–2, 11–1 und 11–4, Statements 5–2 und 11–2. https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-019l_S2k_Chronische_Obstipation_2022-11.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Endometriose
systematische Übersicht
Zwei chinesische randomisierte Studien mit 158 Frauen; keine verglich mit Placebo. Die Autorinnen und Autoren schreiben, chinesische Arzneimittel nach einer Laparoskopie könnten einen mit Gestrinon vergleichbaren Nutzen bei weniger Nebenwirkungen haben; oral gegebene chinesische Arzneimittel könnten insgesamt besser wirken als Danazol, und oral zusammen mit einem Kräuter-Einlauf gegeben könnten sie Regelschmerzen stärker lindern und Adnexbefunde stärker verkleinern als Danazol; für eine genaue Einschätzung sei strengere Forschung nötig.
Quelle
Cochrane Review CD006568.pub3 (2012): Chinese herbal medicine for endometriosis https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22592712/ (erhoben am 06.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Epilepsie im Erwachsenenalter
Leitlinie
Kapitel 2.4.9 der Leitlinie behandelt die Traditionelle Chinesische Medizin gemeinsam mit der Akupunktur. Zur Datenlage: „Ein systematisches Review kam zu dem Schluss, dass derzeit keine Hinweise für die Wirksamkeit von TCM bei Patient:innen mit Epilepsie vorliegen“. Die Leitlinie nennt daneben ein Sicherheitsproblem und macht daraus eine eigene Empfehlung: „Patient:innen, die eine ergänzende Behandlung mit TCM wünschen, sollten über mögliche Interaktionen mit Anfallssuppressiva informiert werden“, Konsens bei einer Konsensstärke von 95 Prozent.
Quelle
S2k-Leitlinie „Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter“, Langfassung, Stand 01.09.2023, AWMF-Registernummer 030-041, Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Gültig bis 31.08.2028. Kapitel 2.4 mit den Abschnitten 2.4.8 „Heilpflanzen“, 2.4.9 „Traditionelle Chinesische Medizin / Akupunktur“, 2.4.10 „Homöopathie“ und 2.4.12 „Anthroposophische Medizin“. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-041l_S2k_Erster-epileptischer-Anfall-Epilepsien-Erwachsenenalter_2023-09.pdf (erhoben am 08.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Nierentransplantation (begleitende Immunsuppression), Cordyceps sinensis
systematische Übersicht
Fünf Studien mit 447 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, obwohl einige günstige Aspekte mit Cordyceps verbunden gewesen seien, seien längere Studien nötig, um das Verhältnis von Nutzen und Schaden zu klären. Künftige Studien sollten Cordyceps in Kombination mit anderen Immunsuppressiva wie Tacrolimus, Mycophenolatmofetil oder einer Induktionstherapie untersuchen; diese Studien müssten zudem angemessen groß und statistisch ausreichend ausgelegt sein.
Quelle
Cochrane Review CD009698.pub2 (2015): Cordyceps sinensis (a traditional Chinese medicine) for kidney transplant recipients https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26457607/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Primäres nephrotisches Syndrom, Tripterygium-wilfordii-Extrakt
systematische Übersicht
Zehn Studien mit 630 Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schreiben, Tripterygium wilfordii Hook F könne bei Menschen mit primärem nephrotischem Syndrom einen zusätzlichen Effekt auf die Remission haben. Ob es ebenso wirksam sei wie Prednison oder Cyclophosphamid, lasse sich mit den vorhandenen Belegen nicht beurteilen. Methodisch solidere, ausreichend große Studien mit angemessener Nachbeobachtung würden helfen, die Behandlungsmöglichkeiten mit Tripterygium wilfordii bei primärem nephrotischem Syndrom besser einzuschätzen. Tripterygium wilfordii solle weiter direkt mit anderen verbreiteten Immunsuppressiva verglichen werden, sobald seine Überlegenheit gegenüber Placebo oder keiner Behandlung eindeutig belegt sei.
Quelle
Cochrane Review CD008568.pub2 (2013): Tripterygium wilfordii Hook F (a traditional Chinese medicine) for primary nephrotic syndrome https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23934958/ (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Schwerheilende oder chronische Wunden bei pAVK, Diabetes mellitus oder chronischer venöser Insuffizienz, lokal angewandte Kräuterzubereitungen der traditionellen chinesischen Medizin
Leitlinie
Die Empfehlung in Abschnitt 6.9.5 der Leitlinie („Naturheilkundliche Verfahren“) lautet: „Wegen unsicherer Evidenzgrundlage wurde keine Empfehlung verabschiedet“. Der Kasten ist mit „Geprüft/Stand 2023“ und „Konsensstärke: 100%“ gekennzeichnet und führt unter „Traditionelle chinesische Medizin (TCM)“ die Ergebnisse unter anderem zum Vergleich „Extern applizierte TCM vs. konventionelle Therapie ohne TCM bei UCV“ auf. In der Begründung heißt es: „Aus diesem Grund wurde trotz Wirksamkeitsberichten aus SRs von einer Empfehlung abgesehen.“ Als Gründe nennt die Leitlinie, dass die Meta-Analysen nur auf chinesischsprachig publizierten Studien beruhen, die konkreten Interventionen unklar bleiben und in der Studie zur „Shengji Yuhong ointment“ Salben-Gaze die Wundätiologie nicht ausreichend berichtet ist.
Quelle
S3-Leitlinie „Lokaltherapie schwerheilender und/oder chronischer Wunden aufgrund von peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus oder chronischer venöser Insuffizienz“, Langfassung, Version 2.1, Stand 11.09.2023, AWMF-Registernummer 091-001, Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (DGfW). Gültig bis 10.09.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/091-001l_S3_Lokaltherapie-schwerheilender-chronischer-Wunden_2023-11.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Chinesische Arzneimitteltherapie: Vaskuläre Demenz
systematische Übersicht
47 Studien mit 3581 Teilnehmenden zu 18 der 29 in Frage kommenden Arzneimittel der chinesischen Pharmakopöe oder der chinesischen Liste unentbehrlicher Arzneimittel, alle in China durchgeführt. Die Autorinnen und Autoren fanden Belege moderater bis sehr niedriger Qualität für Nutzen und Schaden; Berichterstattung und Methodik seien insgesamt schlecht gewesen, insbesondere hätten Angaben zur Randomisierung gefehlt, Teilnehmende und Ergebnisbeurteilende seien nicht verblindet gewesen, unerwünschte Ereignisse seien unvollständig berichtet worden, und keine der 30 seit 2007 veröffentlichten Studien habe die CONSORT-Empfehlungen für pflanzliche Arzneimittel befolgt; die methodischen Mängel müssten durch besser durchgeführte und berichtete Studien behoben werden. Einen Gesamteffekt errechneten sie wegen der Heterogenität nicht; sieben Arzneimittel hätten jeweils möglicherweise großen Nutzen gezeigt, und drei Präparate (NaoMaiTai, NaoXinTong, TongXinLuo) nannten sie als vorrangig weiter zu untersuchen. Zwei davon (NaoMaiTai und TongXinLuo) hätten gegenüber keiner Behandlung ein um 5 Prozent oder mehr erhöhtes Risiko unerwünschter Ereignisse gezeigt, die Qualität dieser Belege sei aber schlecht.
Quelle
Cochrane Review CD010284.pub2 (2018): Traditional Chinese herbal medicine for vascular dementia https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30520514/ (erhoben am 06.09.2026)
Moxibustion: Beckenendlage am Termin (Drehung des Kindes in Schädellage)
systematische Übersicht
Die Fassung von 2023 schloss 13 Studien mit 2181 Frauen ein, sechs davon neu. Die Autorinnen und Autoren schreiben, Moxibustion zusätzlich zur üblichen Versorgung verringere wahrscheinlich die Wahrscheinlichkeit einer Nicht-Schädellage bei der Geburt (7 Studien, 1152 Frauen; relatives Risiko 0,87; moderate Vertrauenswürdigkeit) und nach einer einzelnen Studie (260 Frauen; moderate Vertrauenswürdigkeit) wahrscheinlich den Einsatz von Oxytocin vor oder während der Geburt, habe auf die Kaiserschnittrate aber wahrscheinlich wenig bis keinen Einfluss; ob die Notwendigkeit einer äußeren Wendung sinkt, sei sehr unsicher, und unsicher seien auch die Wirkungen auf einen vorzeitigen Blasensprung und auf einen Nabelschnurblut-pH unter 7,1. Unerwünschte Wirkungen seien in den meisten Studien unzureichend berichtet worden; ob Moxibustion zusätzlich zur üblichen Versorgung unerwünschte Ereignisse (Übelkeit, unangenehmer Geruch, Bauchschmerzen, Gebärmutterkontraktionen) häufiger mache, sei sehr unsicher, weil nur eine Studie mit 122 Frauen auswertbare Daten geliefert habe (sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit).
Quelle
Cochrane Review CD003928.pub4 (2023): Cephalic version by moxibustion for breech presentation https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37158339/ (erhoben am 06.09.2026)
Moxibustion: Chronische Obstipation bei Parkinson-Krankheit
Leitlinie
Nach der Empfehlung zu Fragestellung 101 der Leitlinie sollen zur Therapie einer Obstipation bei Parkinson-Pat. die allgemeinen Therapieempfehlungen der AWMF-Leitlinie Chronische Obstipation herangezogen werden. In der dort aufgeführten Auswahl steht: „Nicht medikamentöse Therapieempfehlungen umfassen Biofeedback und Beckenbodentraining sowie Akupunkturverfahren (Akupunktur, Akupressur, Moxibustion, Elektro-Akupunktur), die bei chronischer Obstipation eingesetzt werden können.“ (Konsensstärke: 100%, starker Konsens). Moxibustion ist dort als eines der Akupunkturverfahren genannt. Die Leitlinie übernimmt damit die Empfehlungen der AWMF-Leitlinie Chronische Obstipation; eigene Studien zur Moxibustion bei Parkinson-Krankheit beschreibt sie nicht.
Quelle
S2k-Leitlinie „Parkinson-Krankheit“, Langfassung, Version 8.1, Stand 25.10.2023, AWMF-Registernummer 030-010, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter Mitwirkung der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen. Gültig bis 24.10.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-010l_Parkinson_Krankheit_2023-11_1.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Moxibustion: Chronische Obstipation, Moxibustion als eines der Akupunkturverfahren
Leitlinie
Empfehlung 11–1 der Leitlinie nennt die Moxibustion in ihrer Aufzählung der Akupunkturverfahren: „Akupunkturverfahren (Akupunktur, Akupressur, Moxibustion, Ohrakupunktur, Elektro-Akupunktur) können bei chronischer Obstipation eingesetzt werden.“ Ausgewiesen sind „Empfehlung offen“ und „Starker Konsens“, nach den Tabellen 2 und 3 der Leitlinie die Kann-Stufe bei mehr als 95 Prozent Zustimmung. Eine eigene Studie zur Moxibustion bespricht der Kommentar nicht; er behandelt Elektroakupunktur, Körperakupunktur, Akupressur und Ohrakupunktur. Die Moxibustion ist damit in der Empfehlung mitgenannt, aber nicht eigens begründet.
Quelle
S2k-Leitlinie „Chronische Obstipation“, Langfassung (Aktualisierte S2k-Leitlinie chronische Obstipation, Z Gastroenterol 2022; 60: 1528–1572), Version 2.0, Stand 31.10.2021, AWMF-Registernummer 021-019, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität. Gültig bis 30.10.2026 (in Überarbeitung). Empfehlungen 4–2A bis 4–2C, 5–1, 5–3A, 7–2, 11–1 und 11–4, Statements 5–2 und 11–2. https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-019l_S2k_Chronische_Obstipation_2022-11.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Moxibustion: Nebenwirkungen von Chemo- oder Strahlentherapie bei Krebs
systematische Übersicht
29 randomisierte Studien mit 2569 Teilnehmenden; das Verzerrungsrisiko war in 18 Studien hoch und in 11 unklar, und die Daten ließen sich nur selten zusammenfassen. Gegenüber keiner Behandlung waren die Leukozytenzahl (mittlere Differenz 1,77 mal 10 hoch 9 je Liter) und das Hämoglobin (1,33 Gramm je Liter) höher, jeweils aus einzelnen kleinen Studien mit niedriger Vertrauenswürdigkeit; für einen Effekt auf die Leukopenie fand sich kein Beleg, die Immunwerte waren uneinheitlich. Zusätzlich zur konventionellen Behandlung sei Moxibustion mit niedriger Vertrauenswürdigkeit mit weniger Übelkeit und Erbrechen (7 Studien, 801 Teilnehmende), höherer Lebensqualität (3 Studien, 134 Teilnehmende), höheren Leukozyten und höherem Hämoglobin verbunden gewesen, ohne Unterschied bei den Thrombozyten; eine Studie gegen Scheinmoxibustion (50 Teilnehmende) sowie eine Studie (90 Teilnehmende) und zwei Studien (235 Teilnehmende) gegen konventionelle Arzneimittel legten mit niedriger Vertrauenswürdigkeit ebenfalls günstigere Blutwerte nahe, die Studie gegen Scheinmoxibustion auch eine bessere Lebensqualität und weniger Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die meisten Studien berichteten nicht über unerwünschte Wirkungen wie Verbrennungen oder allergische Reaktionen. Die Autorinnen und Autoren schließen, begrenzte Belege niedriger Vertrauenswürdigkeit legten nahe, dass Moxibustion die hämatologischen und gastrointestinalen Nebenwirkungen möglicherweise mindern und die Lebensqualität verbessern könne; die Belege seien nicht schlüssig, Nutzen und Risiken ließen sich nicht ausschließen, und hochwertige Studien, die unerwünschte Wirkungen berichten, seien nötig.
Quelle
Cochrane Review CD010559.pub2 (2018): Moxibustion for alleviating side effects of chemotherapy or radiotherapy in people with cancer https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30480754/ (erhoben am 06.09.2026)
Qigong: Bluthochdruck
systematische Übersicht
20 randomisierte Studien mit 2349 Patientinnen und Patienten, Verzerrungsrisiko insgesamt hoch. Die Autorinnen und Autoren schreiben, gegenüber keiner Intervention habe Qigong den systolischen Blutdruck um 17,40 mmHg und den diastolischen um 10,15 mmHg gesenkt; gegenüber Bewegungstraining sei es beim systolischen Wert unterlegen gewesen, beim diastolischen ohne signifikanten Unterschied; gegenüber Blutdrucksenkern habe es den systolischen Wert klinisch bedeutsam, aber nicht signifikant gesenkt und beim diastolischen Wert wirksamer geschienen; zusätzlich zu Blutdrucksenkern habe es beide Werte signifikant stärker gesenkt als Blutdrucksenker allein (systolisch um 11,99, diastolisch um 5,28 mmHg). Die Metaanalyse lege nahe, dass Qigong eine wirksame Therapie bei Bluthochdruck sei; zur Bestätigung seien aber strenger geplante randomisierte Studien mit Langzeitbeobachtung und harten klinischen Endpunkten nötig. Schwere unerwünschte Ereignisse wurden nicht berichtet.
Quelle
Medicine (Baltimore) 2015: Qigong for hypertension: a systematic review https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25569652/ (erhoben am 06.09.2026)
Qigong: Brustkrebs bei Frauen, begleitend zur onkologischen Behandlung
systematische Übersicht
Die Übersicht wertet 17 kontrollierte Studien mit 1236 Fällen aus. Für die Lebensqualität, die Depressivität und die Angst berichtet sie statistisch bedeutsame Vorteile, für Erschöpfung und Schlafstörungen dagegen keinen statistisch bedeutsamen Vorteil gegenüber der Kontrollgruppe. Die Autorinnen und Autoren nennen die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien insgesamt niedrig: Nur fünf der 17 wurden als hochwertig eingestuft. Ihr Schluss: Die Übersicht zeige, dass Qigong die Lebensqualität verbessere und Depressivität und Angst lindere; Qigong solle deshalb bei Frauen mit Brustkrebs gefördert werden. Der Befund über Erschöpfung ist der wichtigere Teil dieser Zeile: Er ist ein Nicht-Treffer und steht deshalb hier, statt weggelassen zu werden.
Quelle
Meng T, Hu SF, Cheng YQ, Ye MN, Wang B, Wu JJ, Chen HF: Qigong for women with breast cancer. An updated systematic review and meta-analysis. Complementary Therapies in Medicine 60:102743, August 2021 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34058368/ (erhoben am 30.08.2026)
Qigong: Chronische Schmerzen bei geriatrischen Patientinnen und Patienten ohne kognitive Beeinträchtigungen, Qigong als Mind-Body-Übung
Leitlinie
Empfehlung 22 der Leitlinie lautet: „Mind-Body Übungen wie beispielsweise Yoga, Tai Chi oder Qigong können für geriatrische Patient:innen ohne kognitive Beeinträchtigungen mit chronischen Schmerzen zur Schmerzreduktion und Steigerung der Lebensqualität erwogen werden.“ Sie ist „Neu (2024)“, trägt das Symbol für eine „Empfehlung offen“ (nach Tabelle 4 formuliert als „kann erwogen werden / kann verzichtet werden“), den Evidenzgrad 2 auf Grundlage der Systematic Reviews Wen et al. 2022 und Jones et al. 2022 sowie die „Konsensstärke: 100 %“. Nach dem Methodenteil folgen die Evidenzgrade der Oxford-Klassifikation von 2011; „Systematic Reviews führen in der Regel zu einem Evidenzgrad 1“, eine Herabstufung ist dort bei hohem Verzerrungsrisiko, Indirektheit, inkonsistenten Ergebnissen oder Ungenauigkeit vorgesehen. In der Begründung heißt es: „Möglicherweise haben die genannten Interventionen demnach bei älteren Menschen einen positiven Einfluss (Wen et al. 2022), allerdings ist die Evidenzlage unzureichend für einen stärkeren Empfehlungsgrad.“ Jones et al. 2022 untersuchte nach der Leitlinie Baduanjin, eine Form des Qigong.
Quelle
S3-Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings (GeriPAIN)“, Langfassung, Version 1.0, Stand 16.07.2025, AWMF-Registernummer 145-005, Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG), mit-federführend SchmerzLOS e.V., Unabhängige Vereinigung aktiver Schmerzpatienten in Deutschland (UVSD). Gültig bis 23.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/145-005l_S3_Schmerzmanagement-bei-geriatrischen-Patientinnen-in-allen-Versorgungssettings-GeriPAIN_2025-10.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Qigong: Depressivität als subklinische Ausprägung während und nach onkologischer Therapie, Tai Chi/Qigong
Leitlinie
Empfehlung 6.14 der Leitlinie lautet: „Es liegen inkonsistente Ergebnisse aus 1 MA mit 7 RCTs und weiteren 2 RCTs zur Wirksamkeit von Tai Chi/Qigong zur Senkung von Depressivität* bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Tai Chi/Qigong kann zur Senkung von depressiven Verstimmungen* bei onkologischen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Qigong: Fatigue sowie Ein- und Durchschlafstörungen während und nach onkologischer Therapie, Tai Chi/Qigong
Leitlinie
Empfehlung 6.13 der Leitlinie lautet: „Es liegen konsistente Ergebnisse aus 1 Netzwerk-MA mit 245 RCTs, 1 MA mit 14 RCTs und 1 weiteren RCT zur Wirksamkeit von Tai Chi/Qigong zur Senkung von Fatigue 1 und Ein- und Durchschlafstörungen2 bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Tai Chi/Qigong sollte zur Senkung von Fatigue 1 und Ein- und Durchschlafstörungen2 bei diesen Patienten empfohlen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR B und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Qigong: Fibromyalgiesyndrom, verglichen mit der üblichen Versorgung
systematische Übersicht
Die Übersicht fand sieben randomisierte kontrollierte Studien mit zusammen 395 Betroffenen. Gegenüber der üblichen Versorgung berichten die Autorinnen und Autoren kurzfristige Verbesserungen bei Schmerz, Lebensqualität und Schlafqualität auf niedriger Evidenzstufe und bei Erschöpfung auf sehr niedriger. Gegenüber AKTIVEN Vergleichsbehandlungen fanden sie keinen Beleg für eine Überlegenheit. Schwere unerwünschte Ereignisse wurden nicht berichtet. Ihr eigener Schluss ist zurückhaltend: Qigong könne für Betroffene nützlich sein, nach der Qualität der Evidenz sei derzeit nur eine schwache Empfehlung möglich, und für ein abschließendes Urteil über die Langzeitwirkung brauche es weitere Studien hoher Qualität.
Quelle
Lauche R, Cramer H, Häuser W, Dobos G, Langhorst J: A systematic review and meta-analysis of qigong for the fibromyalgia syndrome. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2013:635182, 31.10.2013 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24288564/ (erhoben am 30.08.2026)
Qigong: Globale und tumorspezifische Lebensqualität während und nach onkologischer Therapie, Tai Chi/Qigong
Leitlinie
Empfehlung 6.12 der Leitlinie lautet: „Es liegen inkonsistente Ergebnisse aus 1 MA mit 11 RCTs und 1 weiteren RCT zur Wirksamkeit von Tai Chi/Qigong zur Verbesserung der globalen und tumorspezifischen Lebensqualität bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Tai Chi/Qigong kann zur Verbesserung der globalen und tumorspezifischen Lebensqualität bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Qigong: Internetnutzungsstörung (allgemein), Qigong als Beispiel für körper- und geistaktivierende Übungen innerhalb einer Empfehlung zu Entspannungsverfahren
Leitlinie
Empfehlung 4 der Leitlinie in Tabelle 3 (Evidenzgrad IIb, Empfehlungsgrad 0) lautet: „Beim Vorliegen einer Internetnutzungsstörung (allgemein) können Entspannungsverfahren wie bspw. standardisiertes körper- und geistaktivierende Übungen [mind-body exercise] (z.B. Qigong) erwogen werden.“ Qigong ist dort als Beispiel genannt. Der Hintergrundtext stützt sich auf eine Studie mit Studierenden mit problematischer Smartphonenutzung (Lu et al., 2020) und verweist auf eine weitere Studie: „Auch in der Studie von Xiao et al., 2021 zeigten sich positive Effekte von Qigong (s. unter 7.2.5).“ Die Leitlinie ist eine S1-Leitlinie mit systematischer Literaturrecherche; laut Methodenteil wurde der Empfehlungsgrad „entsprechend der AWMF-Richtlinien mit A (starke Empfehlung, soll/soll nicht), B (Empfehlung, sollte/sollte nicht) und 0 (Empfehlung offen, kann erwogen werden/verzichtet werden) vergeben“, und der Evidenzgrad folgte den Vorgaben des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine. Eine Konsensstärke weist die Leitlinie nicht aus.
Quelle
S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen“, Langfassung, Version 1.1, Stand 20.11.2024, AWMF-Registernummer 076-011, Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Gültig bis 19.11.2029. https://register.awmf.org/assets/guidelines/076-011l_S1_Diagnostik-Therapie-Internetnutzungstoerungen_2025-06.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Chronische Schmerzen bei geriatrischen Patientinnen und Patienten ohne kognitive Beeinträchtigungen, Tai Chi als Mind-Body-Übung
Leitlinie
Empfehlung 22 der Leitlinie lautet: „Mind-Body Übungen wie beispielsweise Yoga, Tai Chi oder Qigong können für geriatrische Patient:innen ohne kognitive Beeinträchtigungen mit chronischen Schmerzen zur Schmerzreduktion und Steigerung der Lebensqualität erwogen werden.“ Sie ist „Neu (2024)“, trägt das Symbol für eine „Empfehlung offen“ (nach Tabelle 4 formuliert als „kann erwogen werden / kann verzichtet werden“), den Evidenzgrad 2 auf Grundlage der Systematic Reviews Wen et al. 2022 und Jones et al. 2022 sowie die „Konsensstärke: 100 %“. Nach dem Methodenteil folgen die Evidenzgrade der Oxford-Klassifikation von 2011; „Systematic Reviews führen in der Regel zu einem Evidenzgrad 1“, eine Herabstufung ist dort bei hohem Verzerrungsrisiko, Indirektheit, inkonsistenten Ergebnissen oder Ungenauigkeit vorgesehen. In der Begründung heißt es: „Möglicherweise haben die genannten Interventionen demnach bei älteren Menschen einen positiven Einfluss (Wen et al. 2022), allerdings ist die Evidenzlage unzureichend für einen stärkeren Empfehlungsgrad.“
Quelle
S3-Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings (GeriPAIN)“, Langfassung, Version 1.0, Stand 16.07.2025, AWMF-Registernummer 145-005, Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG), mit-federführend SchmerzLOS e.V., Unabhängige Vereinigung aktiver Schmerzpatienten in Deutschland (UVSD). Gültig bis 23.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/145-005l_S3_Schmerzmanagement-bei-geriatrischen-Patientinnen-in-allen-Versorgungssettings-GeriPAIN_2025-10.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Depressivität als subklinische Ausprägung während und nach onkologischer Therapie, Tai Chi/Qigong
Leitlinie
Empfehlung 6.14 der Leitlinie lautet: „Es liegen inkonsistente Ergebnisse aus 1 MA mit 7 RCTs und weiteren 2 RCTs zur Wirksamkeit von Tai Chi/Qigong zur Senkung von Depressivität* bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Tai Chi/Qigong kann zur Senkung von depressiven Verstimmungen* bei onkologischen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Fatigue sowie Ein- und Durchschlafstörungen während und nach onkologischer Therapie, Tai Chi/Qigong
Leitlinie
Empfehlung 6.13 der Leitlinie lautet: „Es liegen konsistente Ergebnisse aus 1 Netzwerk-MA mit 245 RCTs, 1 MA mit 14 RCTs und 1 weiteren RCT zur Wirksamkeit von Tai Chi/Qigong zur Senkung von Fatigue 1 und Ein- und Durchschlafstörungen2 bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Tai Chi/Qigong sollte zur Senkung von Fatigue 1 und Ein- und Durchschlafstörungen2 bei diesen Patienten empfohlen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR B und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Globale und tumorspezifische Lebensqualität während und nach onkologischer Therapie, Tai Chi/Qigong
Leitlinie
Empfehlung 6.12 der Leitlinie lautet: „Es liegen inkonsistente Ergebnisse aus 1 MA mit 11 RCTs und 1 weiteren RCT zur Wirksamkeit von Tai Chi/Qigong zur Verbesserung der globalen und tumorspezifischen Lebensqualität bei onkologischen Patienten während und nach onkologischer Therapie vor. Tai Chi/Qigong kann zur Verbesserung der globalen und tumorspezifischen Lebensqualität bei diesen Patienten erwogen werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR 0 und LoE 1a aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen bei Multipler Sklerose, ergänzend
Leitlinie
Die Empfehlung in Kapitel 3 der Leitlinie lautet: „Tai-Chi und Hippotherapie, ggf. auch Pilates und Yoga, können zur Verbesserung von Koordination und Gleichgewicht ergänzend eingesetzt werden.“ (Konsensstärke: 92,9 %). Sie ist damit eine offene Empfehlung (kann), und Tai-Chi steht dort gleichrangig neben Hippotherapie.
Quelle
S2k-Leitlinie „Rehabilitation von sensomotorischen Störungen“, Langfassung, Version 4.0, Stand 01.02.2023, AWMF-Registernummer 030-123, Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) und Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Neurorehabilitation e.V. (DGiNR). Gültig bis 31.01.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-123l_S2k_Rehabilitation-von-sensomotorischen-_Stoerungen_2023-05.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Parkinson-Krankheit, frühzeitig angebotene gleichgewichtsfördernde Therapie, Tai-Chi als eines von mehreren Beispielen
Leitlinie
Die Empfehlung in Kapitel 5 der Leitlinie lautet: „Gleichgewichtsfördernde Therapien sollten ebenfalls frühzeitig angeboten werden (Tanzen, Tai- Chi, Gang- und Gleichgewichtstraining als therapeutisch supervidiertes Eigentraining), da das Auftreten von Gleichgewichtsstörungen im Rahmen der Krankheitsprogression sehr wahrscheinlich ist.“ (Konsensstärke: 100,0 %). Tai-Chi ist dort eines von mehreren Beispielen. Im Text heißt es: „Tai-Chi (und Qigong) verbesserten die Gesamtheit motorischer Symptome, den Gang und das Gleichgewicht. Empfohlen wurden für Tai-Chi 2 x 60 Minuten/Woche über mindestens 24 Wochen.“ Diese Angaben stammen nach dem Text aus der Datenanalyse der European Physiotherapy Guidelines for Parkinson’s Disease (Keus et al., 2014) und deren Aktualisierung (Radder et al., 2020).
Quelle
S2k-Leitlinie „Rehabilitation von sensomotorischen Störungen“, Langfassung, Version 4.0, Stand 01.02.2023, AWMF-Registernummer 030-123, Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) und Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Neurorehabilitation e.V. (DGiNR). Gültig bis 31.01.2028. https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-123l_S2k_Rehabilitation-von-sensomotorischen-_Stoerungen_2023-05.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tai Chi: Schwindel, Tai Chi (in der Leitlinie „Thai Chi“) als eine von fünf aufgezählten Trainingsformen, Statement im Abschnitt „Schwindel im Alter“
Leitlinie
Kapitel 4.7.4 der Leitlinie („Therapeutische Optionen“ im Abschnitt „Schwindel im Alter“) enthält das konsensbasierte Statement (modifiziert 2024): „Balance-Übungen, Kraft- und isometrische Übungen, Thai Chi, Tanz und Walking sind geeignete Formen des Trainings bei Schwindel [34].“ Tai Chi steht darin in der Schreibweise „Thai Chi“ als eine von fünf aufgezählten Trainingsformen neben Balance-Übungen, Kraft- und isometrischen Übungen, Tanz und Walking; eine eigene Aussage nur zu Tai Chi trifft die Leitlinie nicht. Das Statement ist mit starkem Konsens bei 100 % verabschiedet; nach der Klassifikation der Konsensusstärke in der Leitlinie steht starker Konsens für „Zustimmung > 95 % der Teilnehmer“. Es stützt sich auf den Cochrane-Review „Exercise for preventing falls in older people living in the community“ (2019, Literaturstelle 34), den die Leitlinie so beschreibt: „Ein englischer Cochrane Review von 2019 untersucht 108 Publikationen, in denen vor allem Balance-Übungen, Kraft- und isometrische Übungen, 3D-Thai Chi, 3D-Tanz und Walking angewendet worden waren, auf ihre Wirkung gegen das Sturzrisiko, jeweils im Vergleich mit einer Kontrollgruppe. Der Erfolg resultierte in 23 % weniger Stürzen bzw. 15 % weniger bei Menschen, die schon mehrfach gestürzt waren [34].“ Das Statement steht auch in der Zusammenfassung der Empfehlungen in Kapitel 3.
Quelle
S2k-Leitlinie „Schwindel in der Hausarztpraxis“, Langfassung, Version 2.4, Stand 28.02.2025, AWMF-Registernummer 053-018, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM). Gültig bis 27.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/053-018l_S2k_Schwindel-in-der-Hausarztpraxis_2026-06-1.pdf (erhoben am 14.09.2026)
Tai Chi: Sturzprävention bei älteren Menschen im Rahmen der Frakturprophylaxe, Tai Chi als Trainingsbestandteil
Leitlinie
Empfehlung 35 der Leitlinie lautet: „Tai Chi soll, bei vorliegender fachlicher Kompetenz, als Bestandteil von Trainingsprotokollen zur Sturzprävention Berücksichtigung finden.“ Sie ist „Neu, Stand 2024“, trägt den Empfehlungsgrad A, den „Evidenzgrad 1a“ und die „Konsensstärke: 100%“. Nach Tab. 3 der Leitlinie steht Grad A für eine „Starke Empfehlung“ mit der Formulierung „Soll / soll nicht“; nach Tab. 1 bedeutet 1a „Evidenz durch Meta-Analyse von mehreren randomisierten, kontrollierten Studien“. Im Fazit des Abschnitts heißt es: „Tai Chi reduziert die Sturzhäufigkeit selbständig lebender, älterer Menschen und ist somit guter Trainingsinhalt eines Sturzpräventionstrainings.“ Zugleich schreibt die Leitlinie, Subgruppeneffekte deuteten darauf hin, dass Personen mit erhöhtem Sturzrisiko weniger profitieren.
Quelle
S3-Leitlinie „Körperliches Training zur Frakturprophylaxe“, Langfassung, Version 1.1, Stand 11.02.2025, AWMF-Registernummer 183-002, Dachverband Osteologie e.V. (DVO). Gültig bis 10.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/183-002l_S3_Training_Frakturprophylaxe_2025-02_1.pdf (erhoben am 13.09.2026)
Tuina: Akuter Durchfall bei Kindern unter fünf Jahren, pädiatrisches Tuina im Vergleich zu konventioneller Medizin (Montmorillonit, Probiotika)
systematische Übersicht
26 randomisierte klinische Studien mit 2410 Kindern; die meisten mit hohem oder unklarem Verzerrungsrisiko bei Randomisierung, Verblindung und Vollständigkeit der Ergebnisse. Die gepoolten Ergebnisse zeigten, dass pädiatrisches Tuina nach drei Sitzungen bei der klinischen Heilungsrate Montmorillonit überlegen war (relatives Risiko 1,45; 95-Prozent-Intervall 1,29 bis 1,62; 772 Kinder, zehn Studien), ebenso Montmorillonit kombiniert mit Probiotika nach drei und nach sechs Sitzungen; es verkürzte die Dauer des Durchfalls und senkte die tägliche Stuhlfrequenz. Ein auf Tuina bezogenes unerwünschtes Ereignis wurde in den eingeschlossenen Studien nicht berichtet; die Qualität der Evidenz war im Allgemeinen mittel bis niedrig. Die Autorinnen und Autoren schliessen, pädiatrisches Tuina scheine bei akutem Durchfall von Kindern unter fünf Jahren wirksam und sicher zu sein, was die Verbesserung der klinischen Heilungsrate und die Verkürzung der Durchfalldauer angehe; streng geplante, gut berichtete randomisierte Studien seien nötig, um die Befunde zu bestätigen.
Quelle
Lai BY, Liang N, Cao HJ, Yang GY et al.: Pediatric Tui Na for acute diarrhea in children under 5 years old: A systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Complementary Therapies in Medicine 41:10-22, Dezember 2018 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30477824/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Angeborener muskulärer Schiefhals bei Säuglingen und Kindern, Massage der traditionellen chinesischen Medizin (Tuina) im Vergleich zur Dehnungstherapie
systematische Übersicht
Sechs randomisierte und eine quasi-randomisierte kontrollierte Studie, mit einer Metaanalyse aus zwei der randomisierten Studien; die Zahl der Teilnehmenden nennt die Zusammenfassung der Übersicht nicht. Die gepoolte Analyse zeigte, dass die Massage der traditionellen chinesischen Medizin bei der Ansprechrate ähnliche Wirkungen wie eine Dehnungstherapie hatte (relatives Risiko 1,00; 95-Prozent-Intervall 0,94 bis 1,06; I² 0 Prozent). Die Autorinnen und Autoren schliessen, die Evidenz deute darauf hin, dass die Massagetherapie der traditionellen chinesischen Medizin bei der Behandlung des angeborenen muskulären Schiefhalses bei Säuglingen und Kindern nützlich sei; weitere klinische Studien mit hochwertiger Methodik seien nötig.
Quelle
Chen SC, Ho YS, Kwai-Ping Suen L, Yu J et al.: Traditional Chinese medicine (TCM) massage for the treatment of congenital muscular torticollis (CMT) in infants and children: A systematic review and meta-analysis. Complementary Therapies in Clinical Practice 39:101112, Mai 2020 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32379651/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Anorexie (Appetitlosigkeit) bei Kindern unter 14 Jahren, pädiatrisches Tuina im Vergleich zu westlicher Medizin oder chinesischen Kräutern
systematische Übersicht
28 randomisierte kontrollierte Studien mit 2650 Kindern, die Mehrzahl mit hohem oder unklarem Verzerrungsrisiko bei Zuteilungsverdeckung, Verblindung und selektiver Berichterstattung; alle Studien verglichen Tuina mit westlicher Medizin oder chinesischen Kräutern. In der Metaanalyse war Tuina bei der Rate deutlicher Besserung der westlichen Medizin (relatives Risiko 1,68; 95-Prozent-Intervall 1,35 bis 2,08) und den chinesischen Kräutern (relatives Risiko 1,36; 95-Prozent-Intervall 1,19 bis 1,55) überlegen, ebenso beim Grad der verringerten Nahrungsaufnahme (neun Studien); sechs Studien berichteten, dass in der Tuina-Gruppe keine unerwünschten Ereignisse auftraten. Die Trial-Sequential-Analyse zeigte für die Besserungsrate eine unzureichende Aussagekraft der gepoolten Daten nach Zahl der Studien und der Teilnehmenden. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Evidenz niedriger Sicherheit deute darauf hin, dass pädiatrisches Tuina bei der Behandlung der Anorexie bei Kindern unter 14 Jahren nützlich und sicher sei; gut geplante randomisierte Studien mit ausreichender Fallzahl seien nötig.
Quelle
Liang SB, Lai BY, Cao HJ, Cai QH et al.: Pediatric tuina for the treatment of anorexia in children under 14 years: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Medicine 51:102411, Juni 2020 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32507428/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Antipsychotikabedingte Obstipation, Tuina-Massage als Vergleichsbehandlung zu Glycerin-Zäpfchen in einer Übersicht über medikamentöse Behandlungen
systematische Übersicht
Die Cochrane-Übersicht zu medikamentösen Behandlungen der antipsychotikabedingten Obstipation fand zwei chinesische Studien mit zusammen 480 Teilnehmenden, beide über zehn Jahre alt, schlecht berichtet und mit insgesamt hohem Verzerrungsrisiko. Eine Studie verglich Glycerin-Zäpfchen mit den Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin Tuina-Massage und Akupunktur: Gegenüber der Tuina-Massage war das Glycerin-Abführmittel zwei Tage (eine Studie, 120 Teilnehmende; relatives Risiko 2,88; 95-Prozent-Intervall 1,89 bis 4,39; Evidenz sehr niedriger Qualität) und drei Tage nach der Behandlung (relatives Risiko 4,80; Evidenz sehr niedriger Qualität) weniger wirksam in der Linderung der Obstipation. In ihrer Schlussfolgerung halten die Autorinnen und Autoren fest, die verfügbaren Daten seien von sehr schlechter Qualität und die Studien hätten ein hohes Verzerrungsrisiko; die Daten dieser verzerrten Studien legten nahe, dass Mannitol wirksamer als Rhabarber-Soda und Phenolphthalein und eine zweiwöchige Gabe von Glycerin-Zäpfchen weniger wirksam als die Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin Tuina-Massage und Akupunktur gewesen sei. Insgesamt gebe es wegen begrenzter Daten schlechter Qualität keine ausreichende studienbasierte Evidenz, um Wirksamkeit und Sicherheit medikamentöser Interventionen bei antipsychotikabedingter Obstipation zu beurteilen; jede Schlussfolgerung aus diesen Ergebnissen sei mit Vorsicht zu ziehen.
Quelle
Cochrane Review CD011128.pub2 (2017): Pharmacological treatment for antipsychotic-related constipation https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28116777/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Chronische Instabilität des Sprunggelenks, Tuina
systematische Übersicht
13 randomisierte kontrollierte Studien mit 984 Patientinnen und Patienten; die methodische Qualität der Studien war insgesamt niedrig. Die klinische Wirksamkeitsrate war in der Behandlungsgruppe höher als in der Kontrollgruppe (Odds Ratio 6,51; 95-Prozent-Intervall 3,76 bis 11,28), der Schmerzwert auf der visuellen Analogskala niedriger (mittlere Differenz -1,59) und die Sprunggelenkscores nach Baird-Jackson und nach AOFAS besser; bei der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Tuina sei eine wirksame und sichere Behandlungsoption bei chronischer Sprunggelenkinstabilität, die Schlussfolgerungen seien aber durch die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien begrenzt; weitere hochwertige Forschung sei nötig, um die Befunde zu bestätigen.
Quelle
Liu L, Huang J, Li T, Qiu M et al.: Efficacy and safety of Tuina (Chinese Therapeutic Massage) for chronic ankle instability: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. PLoS One 20(6):e0321771, 2025 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40478847/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Chronischer unspezifischer Kreuzschmerz, Tuina gegenüber Kontrollbehandlungen
systematische Übersicht
21 randomisierte Studien mit 1612 Teilnehmenden, Suche bis April 2025. Die Autorinnen und Autoren schreiben, gegenüber Kontrollbehandlungen habe Tuina eine stärkere Schmerzlinderung (standardisierte Mittelwertdifferenz -1,06), eine bessere Funktion (-1,17) und eine überlegene klinische Wirksamkeit (Odds Ratio 3,84) gezeigt, alles mit niedriger Vertrauenswürdigkeit der Belege nach GRADE; bei der Muskelfunktion (sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit) und bei schweren unerwünschten Ereignissen habe sich kein signifikanter Unterschied gefunden. Ihr Schluss: Tuina behandle den chronischen unspezifischen Kreuzschmerz wirksam mit erheblicher Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung, ohne signifikante Wirkung auf die Muskelfunktion; künftige Arbeiten sollten standardisierte Behandlungsprotokolle und strenger geplante Studien erwägen, um klinische Empfehlungen zu stützen.
Quelle
Tuina for chronic non-specific low back pain: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Medicine 2026 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42002161/ (erhoben am 06.09.2026)
Tuina: Essenzielle Hypertonie, Tuina allein oder zusätzlich zu blutdrucksenkenden Medikamenten
systematische Übersicht
Sieben randomisierte Studien mit 479 Patientinnen und Patienten. Die Metaanalyse zeigte überlegene Wirkungen von Tuina zusätzlich zu Antihypertensiva gegenüber Antihypertensiva allein; Tuina allein war Antihypertensiva jedoch nicht überlegen. Die Sicherheit von Tuina bei essenzieller Hypertonie blieb unklar, weil unerwünschte Wirkungen in den meisten Originalstudien nicht erfasst wurden. Die Autorinnen und Autoren schliessen, ihre Befunde legten nahe, dass Tuina ein nützliches Adjuvans für Patientinnen und Patienten mit essenzieller Hypertonie sein könnte; die Ergebnisse seien wegen der klinischen Heterogenität und der niedrigen methodischen Qualität der eingeschlossenen Studien aber von begrenztem Wert, und künftige Studien sollten hochwertige randomisierte Studien mit langer Nachbeobachtung sein.
Quelle
Yang X, Zhao H, Wang J: Chinese massage (Tuina) for the treatment of essential hypertension: a systematic review and meta-analysis. Complementary Therapies in Medicine 22(3):541-548, Juni 2014 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24906593/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Fieber bei Kindern, Tuina-Massage allein oder zusätzlich zu fiebersenkenden Medikamenten
systematische Übersicht
15 Studien mit 1661 pädiatrischen Patientinnen und Patienten zu Tuina-Massage und Massage mit lauwarmem Wasser. Eine Massagebehandlung über 120 Minuten zeigte gegenüber fiebersenkenden Medikamenten keinen signifikanten Unterschied (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,68; 95-Prozent-Intervall -0,31 bis 1,67); die Kombination aus fiebersenkenden Medikamenten und Massage senkte das Fieber signifikant (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,90; 95-Prozent-Intervall 0,50 bis 1,30), und in der Untergruppenanalyse senkte traditionelles chinesisches Tuina das Fieber bei Kindern signifikant (relatives Risiko 0,41; 95-Prozent-Intervall 0,26 bis 0,65). Die Autorinnen und Autoren schliessen, ihre Metaanalyse lege nahe, dass traditionelles chinesisches Tuina eine vielversprechende Zusatztherapie bei Fieber im Kindesalter sein könnte; die besonderen Umstände jedes Kindes seien sorgfältig zu berücksichtigen, um Sicherheit und Wohlbefinden zu gewährleisten, und künftige Forschung sollte die Qualität der Studiendesigns verbessern und das Spektrum nicht-medikamentöser Behandlungen erweitern.
Quelle
Liu D, Lin TY, Yu TY, Wu F et al.: Effectiveness and safety of Tuina massage therapy for paediatric fever: a systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. BMC Pediatrics 25(1):343, Mai 2025 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40312678/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Funktionelle Dyspepsie bei Kindern, pädiatrisches Tuina allein oder zusätzlich zur konventionellen Therapie
systematische Übersicht
Zehn randomisierte kontrollierte Studien mit 1336 Kindern. Tuina allein oder mit konventioneller Therapie verbesserte die Wirksamkeitsrate gegenüber der konventionellen Therapie allein signifikant (relatives Risiko 1,16; 95-Prozent-Intervall 1,11 bis 1,21); die Kombinationsgruppe hatte niedrigere Gesamtsymptomwerte, kürzere Zeiten bis zum Abklingen von Blähungen, Bauchschmerzen, Aufstossen und Appetitlosigkeit und eine niedrigere Rückfallrate (relatives Risiko 0,32; 95-Prozent-Intervall 0,14 bis 0,72); bei den vier einzelnen Dyspepsiesymptomen und beim Neuropeptid Y fand sich kein signifikanter Unterschied. Unerwünschte Ereignisse wurden in der Tuina-Gruppe nicht berichtet. Die Autorinnen und Autoren schliessen, die Übersicht lege insgesamt nahe, dass Tuina die klinischen Symptome bei Kindern mit funktioneller Dyspepsie wirksam und sicher verbessere; für belastbare Evidenz müssten künftige Studien die festgestellten methodischen Schwächen beheben.
Quelle
Ha NY, Keum CY, Kim J: Pediatric Tuina for the treatment of functional dyspepsia: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Medicine 88:103117, März 2025 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39662848/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Funktionelle Dyspepsie, Tuina allein oder zusätzlich zur konventionellen Therapie
systematische Übersicht
14 randomisierte kontrollierte Studien mit 1128 Teilnehmenden. Gegenüber der konventionellen Therapie zeigte Tuina signifikante Vorteile bei der Besserung der Gesamtsymptome (relatives Risiko 1,12; 95-Prozent-Intervall 1,06 bis 1,19; Evidenz niedriger Sicherheit) und beim frühen Sättigungsgefühl (Evidenz sehr niedriger Sicherheit); Tuina zusätzlich zur konventionellen Therapie verbesserte Gesamtsymptome, Lebensqualität und Oberbauchschmerz (jeweils Evidenz niedriger Sicherheit). Unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit Tuina und Angaben zur Kosteneffektivität wurden nicht berichtet. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Evidenz niedriger Sicherheit zeige, dass Tuina die Gesamtsymptome bei funktioneller Dyspepsie gegenüber der konventionellen Therapie signifikant verbesserte, und Evidenz niedriger Sicherheit zeige, dass Tuina zusätzlich zur konventionellen Therapie Gesamtsymptome und Lebensqualität gegenüber der konventionellen Therapie deutlich verbesserte.
Quelle
Dai N, He Q, Liu X, Fang M et al.: Therapeutic massage/Tuina for treatment of functional dyspepsia: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Quality of Life Research 32(3):653-667, März 2023 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35976600/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Funktionelle Obstipation, Tuina (chinesische Massage)
systematische Übersicht
16 Artikel mit 1424 Fällen; die Vergleichsbehandlungen nennt die Zusammenfassung der Übersicht nicht im Einzelnen. Die Metaanalyse zeigte in der Behandlungsgruppe eine höhere Gesamtansprechrate als in der Kontrollgruppe (relatives Risiko 1,28; 95-Prozent-Intervall 1,16 bis 1,42), weniger unerwünschte Reaktionen (relatives Risiko 0,10; 95-Prozent-Intervall 0,02 bis 0,49) und bessere Werte bei Stuhlbeschaffenheit, Stuhlgangdauer und -häufigkeit. Die Autorinnen und Autoren schliessen, die Tuina-Therapie zeige gewisse Vorteile in ihrer Heilwirkung bei funktioneller Obstipation, habe weniger unerwünschte Reaktionen und lindere die zugehörigen Symptome; mehr randomisierte kontrollierte Studien hoher Qualität und grosser Fallzahl seien nötig, um die Wirkung weiter zu bestätigen.
Quelle
Fang YP, Huang YT, Chen D, Kan Y et al.: Systematic review and Meta analysis on the effectiveness and safety of tuina in treatment of functional constipation. Zhongguo Zhen Jiu 41(6):691-698, Juni 2021 (chinesisch, Zusammenfassung englisch) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34085491/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Husten bei Kindern unter sieben Jahren, pädiatrisches Tuina allein oder zusätzlich zur konventionellen Behandlung
systematische Übersicht
16 randomisierte kontrollierte Studien mit 1502 Teilnehmenden, die meisten von schlechter Qualität wegen fehlender Angaben zu Zuteilungsverdeckung, Verblindung der Ergebnisbewertung oder Vollständigkeit der Daten. Pädiatrisches Tuina allein (zwei Studien, 205 Teilnehmende; mittlere Differenz -2,22; 95-Prozent-Intervall -3,71 bis -0,73; niedrige Sicherheit) oder zusätzlich zur konventionellen Behandlung (sieben Studien, 668 Teilnehmende; mittlere Differenz -1,66; niedrige Sicherheit) verkürzte die Hustendauer; die Kombination senkte auch die Rückfallrate des Hustens (drei Studien, 135 Teilnehmende; relatives Risiko 0,35; mittlere Sicherheit). Zu unerwünschten Ereignissen gab es zu wenige Daten. Die Autorinnen und Autoren schliessen, pädiatrisches Tuina könnte den Verlauf des Hustens bei Kindern verkürzen und die Rückfallrate senken und scheine relativ sicher zu sein; grosse, multizentrische und hochwertige randomisierte Studien seien nötig, um die Befunde zu bestätigen.
Quelle
Mao H, Wei YH, Su HM, Jiang ZY et al.: Pediatric Tui Na for cough in children: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Medicine 71:102882, Dezember 2022 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36031023/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Idiopathische Skoliose, Tuina als manuelle Therapie
systematische Übersicht
17 Studien; die Zahl der Teilnehmenden nennt die Zusammenfassung der Übersicht nicht, die PEDro-Werte der Studien lagen bei 5 bis 7 Punkten. Die zusammengefassten Ergebnisse zeigten für Tuina (in der Übersicht als traditionelle chinesische Manipulationstechnik bezeichnet) bedeutsame Verbesserungen bei Schmerz (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,92; 95-Prozent-Intervall 0,59 bis 1,25), negativen Gefühlen (0,82) und Beeinträchtigung (1,29); bei den radiologischen Endpunkten Cobb-Winkel und Wirbelrotation zeigte Tuina, besonders kombiniert mit anderen konservativen Therapien, mögliche ergänzende Wirkungen. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Tuina sollte als komplementäre und alternative Therapie für die wirksame Behandlung von Patientinnen und Patienten mit idiopathischer Skoliose in Betracht gezogen werden, besonders zur Verbesserung von Schmerz und psychischer Gesundheit; mehr randomisierte kontrollierte Studien seien empfohlen, um die gegenwärtige Evidenz zu bestätigen.
Quelle
Ren J, Kong L, Wu Z, Zhou X et al.: Benefits on pain and mental health of manual therapy for idiopathic scoliosis: A meta-analysis. Frontiers in Endocrinology 13:1038973, 2022 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36568101/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Insomnie, Tuina im Vergleich zu Estazolam
systematische Übersicht
22 randomisierte kontrollierte Studien mit 1999 Teilnehmenden; die methodische Qualität war nicht zufriedenstellend. Beim Pittsburgh-Schlafqualitätsindex war Tuina Estazolam in den Untergruppen mit Behandlung am Kopf (drei Studien, 291 Teilnehmende) und am Bauch (zwei Studien, 120 Teilnehmende) überlegen; in den Untergruppen Kopf und Rumpf sowie Kopf, Rumpf und Extremitäten fand sich kein signifikanter Unterschied. Bei der klinischen Wirksamkeitsrate war Tuina in drei von vier Untergruppen überlegen. Fünf Studien berichteten unerwünschte Ereignisse: unter Tuina in einer Studie Tagesschläfrigkeit, unter Estazolam in allen fünf Mundtrockenheit, Schwindel und Tagesschläfrigkeit. Die Evidenzqualität war im Allgemeinen niedrig bis sehr niedrig. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Tuina sei Estazolam bei Behandlung am Kopf und am Bauch scheinbar überlegen gewesen, bei den übrigen Behandlungsbereichen ohne signifikanten Unterschied; ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis sei unter Tuina nicht berichtet worden. Wegen der unzureichenden methodischen und Evidenzqualität könnten sie jedoch keine überzeugende Schlussfolgerung zu Wirksamkeit und Sicherheit von Tuina bei Insomnie ziehen; Behandelnde sollten Erfahrung, diese Evidenz und die Präferenzen der Patientinnen und Patienten zusammenführen, und mehr hochwertige Studien seien nötig.
Quelle
Feng G, Han M, Li X, Geng L et al.: Clinical effectiveness of Tui Na for insomnia compared with estazolam: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Medicine 47:102186, Dezember 2019 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31779989/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Kopfschmerz vom Spannungstyp, Tuina im Vergleich zu Medikamenten
systematische Übersicht
Sieben Studien mit insgesamt 1228 Personen. In der Metaanalyse war Tuina Medikamenten bei der Wirksamkeitsrate überlegen (relatives Risiko 1,49; 95-Prozent-Intervall 1,25 bis 1,77; Evidenz niedriger Qualität), und der Schmerzwert auf der visuellen Analogskala war unter Tuina signifikant niedriger als unter Medikamenten (gewichtete mittlere Differenz -0,738; 95-Prozent-Intervall -1,128 bis -0,349; Evidenz mittlerer Qualität); unerwünschte Ereignisse waren tolerierbar. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Tuina habe eine gewisse Wirkung bei der Behandlung des Spannungskopfschmerzes; wegen der niedrigen methodischen Qualität der eingeschlossenen Studien sei diese Schlussfolgerung jedoch mit Vorsicht zu betrachten, und mehr Studien seien nötig, um die Evidenz zu Wirksamkeit und Sicherheit zu stärken.
Quelle
Fan Z, Di A, Huang F, Zhao S et al.: The effectiveness and safety of Tuina for tension-type headache: A systematic review and meta-analysis. Complementary Therapies in Clinical Practice 43:101293, Mai 2021 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33735636/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Krankheitsassoziierte oder therapieassoziierte Morbidität bei onkologischen Patienten, Shiatsu oder Tuina
Leitlinie
Empfehlung 5.15 der Leitlinie lautet: „Es liegen keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit von Shiatsu oder Tuina auf die Reduktion der krankheitsassoziierten oder therapieassoziierten Morbidität bei onkologischen Patienten vor. Es kann keine Empfehlung für oder gegen eine Anwendung von Shiatsu/ Tuina bei diesen Patienten gegeben werden.“ Die Leitlinie weist dazu GoR ST und LoE 1b aus.
Quelle
S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung). https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-055OLk_S3_Komplementaermedizin-in-der-Behandlung-von-onkologischen-PatientInnen-2025-06.pdf (erhoben am 02.09.2026)
Tuina: Lymphödem des Arms nach Brustkrebsoperation, Meridian-Sehnen-Tuina (Meridian sinew tuina) als Ergänzung der onkologischen Rehabilitation
systematische Übersicht
15 randomisierte kontrollierte Studien. Meridian-Sehnen-Tuina, eine tiefe Gewebemobilisation entlang der sechs Leitbahn-Sehnenlinien der Hand durch Zupfen, Kneten und Drücken, verringerte den Armumfang gegenüber den Kontrollen signifikant (standardisierte Mittelwertdifferenz 1,59; 95-Prozent-Intervall 1,44 bis 1,74; 924 Teilnehmende; mittlere Sicherheit nach GRADE) und erhöhte die klinische Ansprechrate (relatives Risiko 1,69; 1114 Teilnehmende; mittlere Sicherheit); bei Armfunktion, Schmerzstärke und Lebensqualität fanden sich nach drei Monaten günstige Ergebnisse mit niedriger bis sehr niedriger Sicherheit wegen Durchführungsverzerrung und klinischer Heterogenität. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten nicht auf. Die Autorinnen und Autoren schliessen, die Protokolle des Meridian-Sehnen-Tuina seien mit günstigen kurz- und mittelfristigen Verringerungen der Armschwellung verbunden; das Vertrauen sei jedoch durch unverblindete Durchführung und uneinheitliche Kontrollgruppen gedämpft. Das Verfahren könne nicht uneingeschränkt als alleinige Behandlung empfohlen werden, stelle aber eine vielversprechende, optionale unterstützende Zusatzintervention in der onkologischen Rehabilitation dar.
Quelle
Zhao W, Yang J, Hou Y, Li M: Safety and efficacy of Meridian sinew tuina (MST) for post-surgical upper limb lymphedema: a systematic review and meta-analysis. Journal of Obstetrics and Gynaecology 46(1):2723314, 2026 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42703097/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Nächtliches Einnässen (Enuresis) bei Kindern, Tuina im Vergleich zu anderen Verfahren der chinesischen Medizin (Akupunktur, Kräutermedizin)
systematische Übersicht
Zwölf randomisierte kontrollierte Studien mit 1007 Kindern. Gegenüber anderen Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin verbesserte Tuina die Gesamtansprechrate signifikant (relatives Risiko 1,29; 95-Prozent-Intervall 1,22 bis 1,36); in den Untergruppen war Tuina zusätzlich zu Akupunktur der Akupunktur allein, Tuina allein und Tuina zusätzlich zu Kräutermedizin der Kräutermedizin allein überlegen. Unerwünschte Reaktionen von Tuina wurden in keiner Studie berichtet. Die Autorinnen und Autoren schliessen, nach der verfügbaren Evidenz könne Tuina allein oder kombiniert mit Akupunktur oder Kräutermedizin das klinische Ergebnis bei Kindern mit Enuresis verbessern, was Tuina zu einer vielversprechenden Behandlungsoption mache; wegen der inneren Grenzen der eingeschlossenen Studien seien jedoch weitere hochwertige randomisierte Studien mit längerer Nachbeobachtung nötig, um Wirksamkeit und Sicherheit zu bestätigen.
Quelle
Tong C, He Q, Ho M, Zhong Z et al.: Tuina for Enuresis in Children: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Frontiers in Public Health 10:821781, 2022 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35493365/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Reizdarmsyndrom, Tuina allein oder zusätzlich zur Routinebehandlung
systematische Übersicht
Acht Studien (fünf zum Reizdarm vom Durchfalltyp, drei zum Verstopfungstyp) mit 545 Teilnehmenden und acht verschiedenen Handgriffen, alle auf Chinesisch veröffentlicht. Bei der Rate der Gesamtsymptombesserung beim Durchfalltyp war nicht gezeigt, dass Tuina der Routinebehandlung signifikant überlegen war (relatives Risiko 1,23; 95-Prozent-Intervall 0,94 bis 1,60; 197 Teilnehmende, drei Studien); Tuina zusätzlich zur Routinebehandlung zeigte mehr Nutzen als die Routinebehandlung allein (relatives Risiko 1,29; 95-Prozent-Intervall 1,08 bis 1,54; 115 Teilnehmende, drei Studien). Keine Studie berichtete unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit Tuina; das Verzerrungsrisiko war in allen Bereichen überwiegend unklar. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Tuina zusätzlich zur Routinebehandlung könnte der Routinebehandlung bei der Besserung der Gesamtsymptome des Reizdarms vom Durchfalltyp überlegen sein; wegen der methodischen Probleme und der Heterogenität der Tuina-Handgriffe müssten die Befunde in grossen, multizentrischen und robusten randomisierten Studien bestätigt werden.
Quelle
Bu FL, Han M, Lu CL, Liu XH et al.: A systematic review of Tuina for irritable bowel syndrome: Recommendations for future trials. Complementary Therapies in Medicine 52:102504, August 2020 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32951752/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Rezidivierende Atemwegsinfektionen bei Kindern, pädiatrisches Tuina
systematische Übersicht
15 randomisierte kontrollierte Studien mit 1420 Kindern. Die Metaanalyse zeigte, dass pädiatrisches Tuina die Häufigkeit rezidivierender Atemwegsinfektionen (mittlere Differenz -1,11; 95-Prozent-Intervall -1,77 bis -0,46) und die Infektionsdauer (mittlere Differenz -1,16 Tage) signifikant senkte, IgA, IgG sowie CD3+, CD4+ und das CD4+/CD8+-Verhältnis erhöhte und die Gesamtansprechrate verbesserte (relatives Risiko 1,19); IgM und CD8+ unterschieden sich nicht signifikant. Auf Tuina bezogene unerwünschte Reaktionen wurden nicht beobachtet. Die Autorinnen und Autoren schliessen, pädiatrisches Tuina habe bei der Behandlung rezidivierender Atemwegsinfektionen positive Wirkungen gezeigt; wegen der Studienqualität seien diese Ergebnisse jedoch mit Vorsicht zu interpretieren, und weitere grosse, hochwertige randomisierte Studien seien nötig, um die Befunde zu bestätigen.
Quelle
Wang X, Yin L, Bai X, Mao Z et al.: Pediatric tuina for recurrent respiratory tract infection in children: A systematic review and meta-analysis. Medicine (Baltimore) 102(51):e36655, Dezember 2023 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38134093/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Spastik nach Schlaganfall, Tuina-Massage zusätzlich zur konventionellen Behandlung
systematische Übersicht
18 Studien mit 1937 Patientinnen und Patienten, behandelt mit verschiedenen Tuina-Techniken allein oder in Kombination mit anderen Therapien; die Qualität wurde mit dem Jadad-Score bewertet. Die Tuina-Gruppe schnitt bei der modifizierten Ashworth-Skala, dem modifizierten Barthel-Index und dem Fugl-Meyer-Assessment besser ab als die Kontrollgruppe. Die Autorinnen und Autoren schliessen, ihre Metaanalyse zeige, dass Tuina-Massage zusätzlich zur konventionellen Behandlung den Schweregrad der Spastik nach Schlaganfall signifikant verringere sowie Funktionsfähigkeit und Lebensqualität verbessere, was ihr Potenzial für die Einbindung in Rehabilitationsprogramme hervorhebe. Eine Einschränkung der Aussage enthält die Zusammenfassung der Übersicht nicht.
Quelle
Liu D, Zhang DR, Yu TY, Guo S et al.: Effectiveness of Tuina massage combined with conventional treatment in improving post-stroke spasticity: A meta-analysis. Journal of Back and Musculoskeletal Rehabilitation 38(2):275-286, März 2025 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40084573/ (erhoben am 14.09.2026)
Tuina: Zervikale Radikulopathie, verglichen mit Traktion der Halswirbelsäule
systematische Übersicht
Die Übersicht schloss fünf randomisierte kontrollierte Studien mit 448 Betroffenen ein. Aus drei davon errechnet sie für Tuina allein eine unmittelbare Senkung des Schmerzwertes gegenüber einer Traktion der Halswirbelsäule, aus zwei weiteren einen Vorteil von Tuina zusätzlich zur Traktion gegenüber der Traktion allein. Unerwünschte Wirkungen wurden nicht berichtet. Die Autorinnen und Autoren stufen die Evidenz, die diese Ergebnisse trägt, selbst als sehr niedrig bis niedrig ein. Ihr Schluss: Tuina allein oder zusätzlich zur Traktion könne Betroffenen mit zervikaler Radikulopathie helfen, die unterstützende Evidenz erscheine aber „allgemein schwach“; gemessen wurde nur die UNMITTELBARE Wirkung, und für künftige Studien fordern sie ausdrücklich ein niedriges Verzerrungsrisiko und eine angemessene Nachbeobachtung.
Quelle
Wei X, Wang S, Li L, Zhu L: Clinical Evidence of Chinese Massage Therapy (Tui Na) for Cervical Radiculopathy. A Systematic Review and Meta-Analysis. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2017:9519285, 20.02.2017 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28303163/ (erhoben am 30.08.2026)
Tuina: Zervikaler Schwindel, Tuina im Vergleich zu Massage, Halswirbelsäulentraktion, Akupunktur oder Betahistin
systematische Übersicht
Neun randomisierte kontrollierte Studien; die Zahl der Teilnehmenden nennt die Zusammenfassung der Übersicht nicht. Evidenz niedriger Qualität deutete auf eine höhere Wirksamkeitsrate von Tuina gegenüber Massagetherapie (relatives Risiko 1,11; 95-Prozent-Intervall 1,05 bis 1,17) und Halswirbelsäulentraktion (relatives Risiko 1,37) hin; zwei Studien berichteten einen Vorteil gegenüber Akupunktur (relatives Risiko 1,40) oder Betahistinmesilat (relatives Risiko 1,17; 95-Prozent-Intervall 0,99 bis 1,37). Auf der Bewertungsskala für zervikalen Schwindel war Tuina der Massage überlegen (Evidenz niedriger Qualität). Unerwünschte Ereignisse waren tolerierbar. Die Autorinnen und Autoren schliessen, Tuina könnte die Wirksamkeitsrate und die Skalenwerte bei Patientinnen und Patienten mit zervikalem Schwindel verbessern; das Niveau der gesamten verfügbaren Evidenz sei jedoch niedrig, und grössere, gut geplante randomisierte Studien seien zu fördern.
Quelle
Huang F, Zhao S, Dai L, Feng Z et al.: Tuina for cervical vertigo: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Clinical Practice 39:101115, Mai 2020 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32379654/ (erhoben am 14.09.2026)
Verfahren in dieser Sicht
- Akupunktur 33 belegte Stände Chinesische Medizin
- Chinesische Arzneimitteltherapie ein belegter Stand Chinesische Medizin
- Moxibustion ein belegter Stand Chinesische Medizin
- Qigong 12 belegte Stände Chinesische Medizin
- Tai Chi 2 belegte Stände Chinesische Medizin
- Tuina 5 belegte Stände Chinesische Medizin
Häufige Fragen
Was führt das Register zu Chinesische Arzneimitteltherapie?
Das Register führt für BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 06.09.2026.
Quelle
BKK24, Leistungsseite „Traditionelle Chinesische Medizin – Krankenhausbehandlung“ (TCM-Klinik Bad Kötzting) https://www.bkk24.de/leistungen-beitraege/leistungen-a-z/tcm (erhoben am 06.09.2026)
Was führt das Register zu Moxibustion?
Das Register führt für BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 06.09.2026.
Quelle
BKK24, Leistungsseite „Traditionelle Chinesische Medizin – Krankenhausbehandlung“ (TCM-Klinik Bad Kötzting) https://www.bkk24.de/leistungen-beitraege/leistungen-a-z/tcm (erhoben am 06.09.2026)
Was führt das Register zu Qigong?
Das Register führt für AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 31.08.2026.
Quelle
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, Satzung, veröffentlichte Fassung vom 03.08.2026, § 31 b, § 31 e, § 31 f, § 31 j und § 31x (PDF) https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/rheinland-pfalz-saarland/pdf/Satzung/Satzung.pdf (erhoben am 31.08.2026)
Das Register führt für BKK Herkules (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 02.09.2026.
Quelle
BKK Herkules, Leistungsseite „Traditionelle chinesische Medizin (TCM)“ https://www.bkk-herkules.de/leistungen/leistungen-a-z/traditionelle-chinesische-medizin-tcm (erhoben am 02.09.2026)
Das Register führt für DAK-Gesundheit (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 29.08.2026.
Quelle
DAK-Gesundheit, Leistungen > Präventionskurse > Tai-Chi und Qigong: Entspannung auf Chinesisch (aktualisiert am 28.07.2026) https://www.dak.de/dak/leistungen/praeventionskurse/tai-chi-und-qigong-entspannung-auf-chinesisch_11022 (erhoben am 29.08.2026)
Das Register führt für energie-bkk (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 29.08.2026.
Quelle
energie-BKK, Leistung: fit for well Tage (Stand der Seite: 20. März 2026) – Qi Gong als einer von elf Kursbausteinen des bezuschussten Programms https://www.energie-bkk.de/leistung/fit-for-well-tage/ (erhoben am 29.08.2026)
Das Register führt für Heimat Krankenkasse (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 29.08.2026.
Quelle
Heimat Krankenkasse, Leistungen A-Z: Qi Gong Online-Kurse (Zusatzleistung) https://www.heimat-krankenkasse.de/leistungen/leistungen-a-z/qi-gong-online-kurse/ (erhoben am 29.08.2026)
Das Register führt für HEK (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 30.08.2026.
Quelle
HEK, Satzung in der Fassung des 116. Nachtrages, Stand 31.07.2026, § 24e und § 24f (PDF) https://www.hek.de/fileadmin/user_upload/data/Dokumente_Website/Satzung/satzung-fassung-116-nachtrag-hek.pdf (erhoben am 30.08.2026)
Das Register führt für mkk – meine krankenkasse (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 30.08.2026.
Quelle
Gesundheitskurse Plus (Leistungen von A bis Z) https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen/unsere-leistungen/leistungen-von-a-bis-z/gesundheitskurse-plus (erhoben am 30.08.2026)
Das Register führt für novitas bkk (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 06.09.2026.
Quelle
Satzung der novitas bkk in der Fassung vom 04.08.2026, § 12 (Zusätzliche Leistungen nach § 11 Absatz 6 SGB V), Nummer 3 (Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen) und Nummer 12 (Alternative Heilmittel) https://media.novitas-bkk.de/documents/2026-07/Satzung_novitas%20bkk_g%C3%BCltig%20ab%2004.08.2026.pdf (erhoben am 06.09.2026)
Das Register führt für pronova BKK (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 29.08.2026.
Quelle
Zuschuss für Gesundheit und Fitness (Leistungen › Prävention und Früherkennung) https://www.pronovabkk.de/leistungen/praevention-und-frueherkennung/zuschuss-fuer-gesundheit-und-fitness.html (erhoben am 29.08.2026)
Das Register führt für vivida bkk (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 29.08.2026.
Quelle
Leistungen von A bis Z – Gesundheitskurse, Aufklapper "Welche Kosten werden übernommen?" (Qigong und Tai Chi stehen auf derselben Seite im Aufklapper "Welche Kursangebote (Handlungsfelder) werden unterstützt?" unter "Stressreduktion") https://www.vividabkk.de/de/leistungen-versicherung/leistungen-von-a-bis-z/gesundheitskurse (erhoben am 29.08.2026)
Das Register führt für ZF BKK (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 29.08.2026.
Quelle
Gesundheitskurse https://www.zfbkk.de/gesundheitskurse (erhoben am 29.08.2026)
Das Register führt für BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 07.09.2026.
Quelle
BKK24, Leistungsseite „Traditionelle Chinesische Medizin – Krankenhausbehandlung“ (TCM-Klinik Bad Kötzting) https://www.bkk24.de/leistungen-beitraege/leistungen-a-z/tcm (erhoben am 07.09.2026)
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse Tai Chi?
Das Register führt für DAK-Gesundheit (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 13.09.2026.
Quelle
DAK-Gesundheit, Leistungen > Präventionskurse > Tai-Chi und Qigong: Entspannung auf Chinesisch (aktualisiert am 28.07.2026) https://www.dak.de/dak/leistungen/praeventionskurse/tai-chi-und-qigong-entspannung-auf-chinesisch_11022 (erhoben am 13.09.2026)
Das Register führt für pronova BKK (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 13.09.2026.
Quelle
Zuschuss für Gesundheit und Fitness (Leistungen › Prävention und Früherkennung) https://www.pronovabkk.de/leistungen/praevention-und-frueherkennung/zuschuss-fuer-gesundheit-und-fitness.html (erhoben am 13.09.2026)
Was führt das Register zu Tuina?
Das Register führt für AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 31.08.2026.
Quelle
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, Satzung, veröffentlichte Fassung vom 03.08.2026, § 31 b, § 31 e, § 31 f, § 31 j und § 31x (PDF) https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/rheinland-pfalz-saarland/pdf/Satzung/Satzung.pdf (erhoben am 31.08.2026)
Das Register führt für BKK Herkules (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 02.09.2026.
Quelle
BKK Herkules, Leistungsseite „Traditionelle chinesische Medizin (TCM)“ https://www.bkk-herkules.de/leistungen/leistungen-a-z/traditionelle-chinesische-medizin-tcm (erhoben am 02.09.2026)
Das Register führt für HEK (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 30.08.2026.
Quelle
HEK, Satzung in der Fassung des 116. Nachtrages, Stand 31.07.2026, § 24e und § 24f (PDF) https://www.hek.de/fileadmin/user_upload/data/Dokumente_Website/Satzung/satzung-fassung-116-nachtrag-hek.pdf (erhoben am 30.08.2026)
Das Register führt für novitas bkk (Satzungsleistung): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 06.09.2026.
Quelle
Satzung der novitas bkk in der Fassung vom 04.08.2026, § 12 (Zusätzliche Leistungen nach § 11 Absatz 6 SGB V), Nummer 3 (Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen) und Nummer 12 (Alternative Heilmittel) https://media.novitas-bkk.de/documents/2026-07/Satzung_novitas%20bkk_g%C3%BCltig%20ab%2004.08.2026.pdf (erhoben am 06.09.2026)
Das Register führt für BKK24 (Programm für eine bestimmte Gruppe): mit Bedingungen.
Gilt seit dem 06.09.2026.
Quelle
BKK24, Leistungsseite „Traditionelle Chinesische Medizin – Krankenhausbehandlung“ (TCM-Klinik Bad Kötzting) https://www.bkk24.de/leistungen-beitraege/leistungen-a-z/tcm (erhoben am 06.09.2026)
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Quelle 81
- BKK24, Leistungsseite „Traditionelle Chinesische Medizin – Krankenhausbehandlung“ (TCM-Klinik Bad Kötzting)
- AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, Satzung, veröffentlichte Fassung vom 03.08.2026, § 31 b, § 31 e, § 31 f, § 31 j und § 31x (PDF)
- BKK Herkules, Leistungsseite „Traditionelle chinesische Medizin (TCM)“
- DAK-Gesundheit, Leistungen > Präventionskurse > Tai-Chi und Qigong: Entspannung auf Chinesisch (aktualisiert am 28.07.2026)
- energie-BKK, Leistung: fit for well Tage (Stand der Seite: 20. März 2026) – Qi Gong als einer von elf Kursbausteinen des bezuschussten Programms
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- Satzung der novitas bkk in der Fassung vom 04.08.2026, § 12 (Zusätzliche Leistungen nach § 11 Absatz 6 SGB V), Nummer 3 (Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen) und Nummer 12 (Alternative Heilmittel)
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- Gesundheitskurse
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- S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen, Kurzversion 2.0, Mai 2024, AWMF-Registernummer 032-055OL, Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF). Gültig bis 31.05.2029 (in Überarbeitung).
- S2k-Leitlinie „Fachärztliche Diagnostik und Therapie von Asthma“, Langfassung, Version 3.1, Stand 01.03.2023, AWMF-Registernummer 020-009, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP). Gültig bis 29.02.2028.
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- S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis (AD) [Neurodermitis; atopisches Ekzem]“, Langfassung, Version 4.7, Stand der Leitlinie 16.06.2023, Stand der redaktionell überarbeiteten Fassung 29.06.2026, AWMF-Registernummer 013-027, Deutsche Dermatologische Gesellschaft. Gültig bis 15.06.2028 (in Überarbeitung).
- S1-Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“, Langfassung, Stand November 2025, AWMF-Registernummer 030-057, Deutsche Gesellschaft für Neurologie und Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Gültig bis 07.08.2028.
- S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“, Langfassung, Version 1.1, Stand 30.04.2025, AWMF-Registernummer 109-001, Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) mit weiteren Fachgesellschaften. Gültig bis 29.04.2029.
- S2k-Leitlinie „Parkinson-Krankheit“, Langfassung, Version 8.1, Stand 25.10.2023, AWMF-Registernummer 030-010, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter Mitwirkung der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen. Gültig bis 24.10.2028.
- S2k-Leitlinie „Chronische Obstipation“, Langfassung (Aktualisierte S2k-Leitlinie chronische Obstipation, Z Gastroenterol 2022; 60: 1528–1572), Version 2.0, Stand 31.10.2021, AWMF-Registernummer 021-019, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität. Gültig bis 30.10.2026 (in Überarbeitung). Empfehlungen 4–2A bis 4–2C, 5–1, 5–3A, 7–2, 11–1 und 11–4, Statements 5–2 und 11–2.
- Cochrane Review CD001977.pub2, Acupuncture for peripheral joint osteoarthritis, 20.01.2010
- S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des chronischen Pruritus“, Langfassung, Version 7.0, Stand 24.06.2026, AWMF-Registernummer 013-048, Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG). Gültig bis 23.06.2031.
- S2k-Leitlinie „Chronischer Unterbauchschmerz der Frau“, Langfassung, Version 07.04.2023, Stand 30.11.2022, AWMF-Registernummer 016-001, Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Gültig bis 29.11.2027 (in Überarbeitung). Abschnitt 8.6 „Komplementäre Verfahren“ mit 8.6.1, 8.6.3, 8.6.5 und 8.6.7.
- Cochrane Review CD013814, Acupuncture for chronic nonspecific low back pain, 11.12.2020
- S3-Leitlinie „Colitis ulcerosa“, Langfassung, Version 7.0, Stand 31.07.2025, AWMF-Registernummer 021-009, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. Gültig bis 30.07.2030. Kapitel 6.2 „Komplementärmedizin“, Empfehlungen 6.10 bis 6.24.
- S2k-Leitlinie „Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter“, Langfassung, Stand 01.09.2023, AWMF-Registernummer 030-041, Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Gültig bis 31.08.2028. Kapitel 2.4 mit den Abschnitten 2.4.8 „Heilpflanzen“, 2.4.9 „Traditionelle Chinesische Medizin / Akupunktur“, 2.4.10 „Homöopathie“ und 2.4.12 „Anthroposophische Medizin“.
- Cochrane Review CD001218.pub3 (2016): Acupuncture for the prevention of episodic migraine
- S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“, Update 2025, Langfassung, Version 2.0, Stand 13.11.2024, AWMF-Registernummer 063-003, Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Gültig bis 12.11.2029.
- S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen“, Langfassung, Version 1.1, Stand 20.11.2024, AWMF-Registernummer 076-011, Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Gültig bis 19.11.2029.
- S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Interstitiellen Zystitis (IC/BPS)“, Langfassung, Version 2.0, Stand 30.09.2024, AWMF-Registernummer 043-050, Deutsche Gesellschaft für Urologie. Gültig bis 29.09.2029. Kapitel 4.1.2 „Ernährungsempfehlungen“, 4.1.4.1 „Osteopathie“ und 4.4 „Komplementärmedizinische Therapie“ mit den Empfehlungen 4.11, 4.18, 4.44, 4.50 und 4.53 und den Statements 4.8 und 4.49.
- S1-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Kopfschmerzes vom Spannungstyp“, Langfassung, Version 6.0, Stand 19.12.2023, AWMF-Registernummer 030-077, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Gültig bis 18.12.2028.
- S2k-Leitlinie „Restless-Legs-Syndrom (RLS)“, Langfassung, Version 5.5, Stand 25.06.2022, AWMF-Registernummer 030-081, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Gültig bis 24.06.2027.
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